Feuchter Keller: Tipps und Infos gegen Feuchtigkeit

ein feuchter Keller

Ein feuchter Keller ist leider keine Seltenheit und ist für viele ein Übel, dass man in Kauf nehmen muss. Tatsächlich ist dieser Gedanke jedoch nur bedingt richtig, denn ein Keller muss nicht zwangsweise von Feuchtigkeit betroffen sein. Zwar sind die meisten Kellerräume oftmals mit nur einem Fenster ausgestattet, erhalten wenig Pflege und sind gefundenes Fressen für Feuchtigkeit – dennoch kann man einige Tipps anwenden, die den feuchten Keller wieder auf Vordermann bringen.

Damit Sie Ihre alten Möbel und nicht verwendeten Kartons zukünftig wieder guten Gewissens nach unten stellen können, sollte man den Ursachen auf den Grund gehen und diese entsprechend bekämpfen.

Lesetipp:

Sie leiden unter Feuchtigkeit im Keller, aber Ihnen ist nicht so richtig bewusst, welcher Wert nun für eine optimale Luftfeuchtigkeit steht? In unserem passenden Info & Tipps Ratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie benötigen.

Ursachen von einem feuchten Keller

Ein feuchter Keller kann viele Ursachen haben, die allesamt unterschiedlicher Natur sind. So werden manche Ursachen durch uns selbst verschuldet, manche sind jedoch durch Fehler am Bau verursacht. Erst wenn der Grund für die erhöhte Feuchtigkeit bekannt ist, können Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Undichte Stellen im Mauerwerk

Eine der Hauptgründe für Feuchte im Keller ist ein undichtes und veraltetes Mauerwerk. Der Keller ist in die Erde eingelassen und somit größten Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt. Regnet es beispielsweise, wird auch der Kellerraum meist feuchter. Kommen jetzt noch Risse oder poröse Stellen an den Wänden hinzu, kann das Wasser von außen ungehindert in den Raum fließen.

Es ist daher besonders wichtig, den Raum möglichst regelmäßig auf eben solche undichten Stellen zu untersuchen und frühzeitig zu handeln. Ein Verputzen der Risse sollte daher zeitnah erfolgen. Liegen die undichten Stellen im Außenbereich, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, der die Fehler in der Außenfassade professionell behebt.

Fehler am Bau

Liegt ein Baufehler vor, sind Änderungen nicht mehr so einfach umzusetzen. So kann es vorkommen, dass falsche Materialien für den Ausbau des Kellers verwendet wurden, die die Feuchtigkeit nicht richtig aufnehmen und gleichzeitig abgeben können. Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem das Wasser durch die Materialien dringt. Ein Fehler am Bau ist meist nur schwer und sehr kostenintensiv zu beheben, da der Fehler nicht an der Oberfläche, sondern tiefliegend ist.

Hochwasser oder Rohrbruch

Manche Ursachen kann man leider nicht aufhalten – hierzu gehören unter anderem Hochwasser oder ein Rohrbruch. Je nach Lage und Bau, ist es für starke Wasseransammlungen mal mehr und mal weniger einfach in untenliegende Etagen zu gelangen. Die großen Wassermassen suchen sich ihren Weg in den Keller und überschwemmen diesen regelrecht. Zwar kann ein geschlossenes Fenster bei Regen einen Großteil bereits aufhalten – die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Fenster stabil und dicht genug ist.

Undichte Fenster

Obwohl die meisten Kellerabteile nur kleine Fenster haben, sollten diese dennoch eine gute Abdichtung haben. Gerade bei starkem Regen kann ein hochwertiges Fenster wahre Wunder wirken. Undichte Stellen erkennt man meist daran, dass sich Wasserperlen an der Fensterinnenseite abzeichnen und Kondenswasser zum täglichen Begleiter wird.

Falsches Verhalten beim Lüften

Tatsächlich muss auch ein Keller regelmäßig gelüftet werden. Beherzigt man dies nicht, kann es schnell zu einem feuchten Keller kommen. Falsches Lüften ist daher eine nicht zu unterschätzende Ursache und sollte auch in nicht genutzten Räumen nicht vernachlässigt werden.

Keller als Wäscheraum nutzen

In der Wohnung ist kaum Platz, der Garten liegt direkt sichtbar an der Straße oder die Kinder werfen ständig den Wäscheständer um – so oder so ähnlich ergeht es vielen Personen. Aus diesem Grund wird die Wäsche meist in den Keller gehangen, bis diese vollständig getrocknet ist.

Wäsche im Keller
Wäsche im Keller trocknen lassen ist zwar praktisch, aber richtig Lüften zwingend notwendig. (Foto: Bruno Nascimento / unsplash.com)

Eine weitere Begründung für das Aufhängen der Wäsche im Keller ist das meist angenommen wird, dass der Boden und die Wände im Keller deutlich robuster sind als in Wohnräumen. Zwar lässt sich grundsätzlich festhalten, dass der Putz durch fehlende Tapeten & Co. etwas widerstandsfähiger ist, dennoch kann die Bausubstanz auch hier Schaden nehmen. Die Wäsche sollte daher nur im Keller aufgehangen werden, wenn anschließend richtig gelüftet wird und der Raum die Feuchtigkeit wieder loswerden kann.

Keller als Wohnraum nutzen

Eine weitere Ursache für erhöhte Feuchtigkeit ist, wenn der Keller als Wohnraum genutzt wird. Oftmals wurde die untere Etage so ausgebaut, dass man hier problemlos eine Wohnung oder ein Freizeitzimmer einrichten kann. Kommen hier anschließend mehrere Faktoren wie beispielsweise unregelmäßiges Lüften oder erhöhtes Schwitzen in der Nacht hinzu, steigt die Luftfeuchtigkeit in kürzester Zeit an.

In diesem Fall ist der Keller wie ein üblicher Wohnraum zu betrachten, der durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst wird. Wie auch in anderen Wohnungen kann Wasserdampf, übermäßiges Kochen oder langes Duschen zum Anstieg der Luftfeuchtigkeit beitragen.

Feuchter Keller: Diese Folgen entstehen

Bleiben die Ursachen unbehandelt, kann es schnell zu schwerwiegenden Folgen kommen, die nur bedingt wieder rückgängig gemacht werden können.

Schimmel im Keller

Eine nicht zu unterschätzende Folge ist die Bildung von Schimmel. Feuchtigkeit bietet die besten Voraussetzungen für Schimmelsporen, die sich sowohl im Mauerwerk absetzen als auch in der Luft verweilen. Gilt der Keller als Wohnraum kann der Schimmel schnell zum gesundheitlichen Problem werden und ernsthafte Symptome hervorrufen.

Doch auch wenn Sie den Kellerraum nur für einige Minuten aufsuchen, sind manche Schimmelsporen so aggressiv, dass sie innerhalb kürzester Zeit eingeatmet werden und sogar an der Kleidung haften bleiben. Ganz unbemerkt verteilen wir die Sporen anschließend im restlichen Gebäude. Nehmen Sie erste Anzeichen daher besonders ernst. Sind Sie nicht sicher, ob es sich hierbei um Schimmel handelt und wie man dieses rückstandlos entfernt, ziehen Sie einen Fachmann oder den Vermieter hinzu.

Mauerwerk wird beschädigt

Wenn die Wände und das Mauerwerk langsam anfangen zu bröckeln, dann hat dies meist nur einen Grund: der Feuchtigkeitswert ist zu hoch! Nach und nach löst sich die Oberfläche der Wand, bis letztendlich auch große Teile hinabfallen. Langfristig kann so die Standfestigkeit des Gebäudes beeinflusst werden. Stellen Sie größere Risse am Mauerwerk im Keller fest, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Wände verfärben sich

Bemerken Sie verfärbte Wände, die entweder dunkle oder gar gelbe Flecken aufweisen, so handelt es sich meist um einen Feuchtigkeitsschaden, der schnellstmöglich behoben werden sollte. Ist die Feuchtigkeit durch das gesamte Mauerwerk gezogen, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis die Oberfläche der Wände langsam abplatzt.

Sind erste Flecken im Putz sichtbar, sollten die diese mit einem Messgerät genauer nachkontrollieren und den Feuchtigkeitswert näher untersuchen.

Untergebrachte Gegenstände werden zerstört

Alte Erinnerungen, nicht mehr benötigte Möbel oder Sammelgegenstände – allesamt lagern meist im Keller. Wer Kartons und Möbelstücke nicht gerade auf höherliegenden Tischen oder Regalen platziert, kann durch plötzlich auftretende Feuchtigkeit in Form von Hochwasser überrascht werden. Meist werden hierbei alle untergebrachten Gegenstände unweigerlich zerstört.

Doch auch wenn die Feuchtigkeit in einer falschen Lüftung begründet ist, kann es sein, dass wichtige Unterlagen und alte Fotos langsam anfangen zu schimmeln und modrig werden. Der Geruch, der dabei entsteht, ist meist nur schwer wieder zu entfernen sodass Möbel meist unbrauchbar werden.

Schlechte Gerüche

Wie bereits erwähnt, bildet sich durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Keller ein meist modriger, alter Geruch. Zählen auch Sie zu den Personen, die einen solch schlechten Geruch im Keller als normal betiteln? Tatsächlich sollte ein Kellerraum keinen bestimmten Eigengeruch aufweisen – tut er dies doch, stimmt etwas nicht.

Der schlechte Geruch bildet sich hauptsächlich dann, wenn Feuchtigkeit und daraus folgend Schimmel im Raum vorliegt.

Feuchtigkeit im Keller ermitteln

Die Feuchtigkeit im Keller kann auf verschiedenem Wege ermittelt werden. Sowohl das eigene Befinden als auch technische Geräte können ein guter Anhaltspunkt sein, um zu überprüfen, ob ein Feuchtigkeitsschaden vorliegt.

Gefühl beim Betreten des Kellers

Bevor man zu schwereren Geschützen greift, sollte man sich zunächst auf das eigene Empfinden verlassen. Meist bemerkt man bereits beim ersten Betreten einen deutlichen Unterschied. Ist die Luft im Keller schwül und drückend und verspricht auch ausgiebiges Lüften keine Besserung, dann liegt der Verdacht nahe, dass die Feuchtigkeit im Keller gestiegen ist.

Auch Gerüche und erste Flecken auf dem Boden oder an den Wänden können erste Hinweise sein. Sieht der Keller nicht aus wie sonst, könnte hier ein Schaden vorliegen.

Messung laut Hygrometer

Einen genaueren Wert liefert das Hygrometer. Dieses misst die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Raumes und gibt innerhalb kürzester Zeit einen Wert wieder, der als Anhaltspunkt genommen werden kann. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte werden angezeigt. Beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei ausschließlich um die Luftfeuchtigkeit, nicht aber die Feuchtigkeit in den einzelnen Materialien, handelt.

Feuchtigkeitsmesser für Oberflächen

Im Gegensatz zum Hygrometer, misst der Feuchtigkeitsmesser die direkte Feuchtigkeit in der Oberfläche. Hierfür wird das Gerät einfach in Richtung Wand positioniert, sodass das jeweilige Material überprüft werden kann. Der Vorteil dieser Messung ist, dass einzelne Wände kontrolliert werden können und die Ursache so besser eingegrenzt werden kann. Zudem können auch obenliegende Etagen mit dem Feuchtigkeitsmesser überprüft werden, ob die Feuchtigkeit bereits die Wände hochgezogen ist.

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit im Keller sein?

Wie auch in anderen Räumen beträgt die ideale Luftfeuchtigkeit etwa 40% bis 60%. Die Werte können je nach Wetterverhältnissen und sonstigen Einflüssen des Öfteren schwanken. Steigt der Wert an und befindet sich jenseits der 60%-Marke, sollte man schnellstmöglich handeln, um größere Schäden zu verhindern.

Befindet sich nasse Wäsche im Raum, ist es nicht ungewöhnlich, dass der Wert kurzfristig in die Höhe schnellt. Solange sich dieser anschließend wieder nach unten reguliert, bedarf es keiner weiteren Schritte.

Feuchter Keller: Diese Methoden versprechen Erfolg!

Ist ein feuchter Keller nicht mehr abzustreiten, ist es nun an der Zeit Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese sollten möglichst wirksam, effizient und nachhaltig ausfallen. So kann es auch sinnvoll sein, mehrere Methoden miteinander zu kombinieren, um ein schnelles und gutes Ergebnis zu erhalten.

Richtiges Lüften

Das richtige Lüften spielt beim Raumklima eine wichtige Rolle. Nur mit einem geöffneten Fenster kann alte verbrauchte Luft mit frischer Luft ausgetauscht werden. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass sich das Verhalten beim Lüften im Sommer sowie Winter etwas unterscheidet.

Lüften im Sommer

Im Sommer sollten Sie vorzugweise am frühen Morgen lüften, da hier die Temperaturen noch niedrig sind. Steigen diese Temperaturen langsam an, schließen Sie das Fenster für den Rest des Tages. Achten Sie darauf, dass möglichst wenig warme Luft in den Innenraum gelangen kann, da diese im Keller sonst runterkühlt sowie verdunstet und die Luftfeuchtigkeit somit angehoben wird.

Lüften im Winter

Im Winter unterscheidet man zwischen milden und kalten Wintertagen. Bei milderen Temperaturen kann das Fenster guten Gewissens über einen längeren Zeitraum geöffnet bleiben. Wird es jedoch deutlich kälter, sollten Sie die Fenster wieder schließen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie wichtige Unterlagen oder Pflanzen im Keller lagern, die nicht beschädigt werden sollen.

Keller heizen

Den Keller in gewissen Abständen zu heizen kann durchaus empfehlenswert sein, insbesondere dann, wenn Sie den Keller zum Aufhängen von Wäsche nutzen möchten. Gerade im Winter reicht alleiniges Lüften nicht aus, um die nasse Wäsche schnellstmöglich zu trocknen. Ist eine festinstallierte Heizung nicht verbaut, kann alternativ eine mobile Heizung wie Heizstrahler oder Heizlüfter Abhilfe schaffen. Wer eine Sanierung des Kellers plant, kann vorzugweise auch gleich den Einbau einer Heizung mit einplanen.

Luftentfeuchter gegen Kellerfeuchte

Steigt die Luftfeuchtigkeit trotz vorbeugender Maßnahmen immer weiter an, ist es an der Zeit für einen guten und hochwertigen Luftentfeuchter. Dieser erkennt automatisch, wie hoch der Feuchtigkeitswert ist und schaltet sich folglich automatisch ein. Bei vielen Modellen kann zudem eine Zielfeuchtigkeit bestimmt werden, die konstant gehalten werden soll.

Der Vorteil eines Luftentfeuchters ist, dass Sie den Raum guten Gewissens verlassen können, ohne Schäden durch Feuchtigkeit zu befürchten. Leistungsstärkere Luftentfeuchter oder gar Bautrockner helfen zusätzlich, wenn ein Wasserschaden im Keller vorliegt.

Spezieller Luftentfeuchter für Keller

Tatsächlich sollte man nicht irgendein Entfeuchter-Gerät für den Keller kaufen. Wichtig hierbei ist, dass der Entfeuchter auch bei kühleren Temperaturen eine gute Leistung verspricht. Viele Modelle arbeiten nur bei mittleren bis hohe Temperaturen effizient und stellen ihre Leistung bei Temperaturen unter 10 Grad ein.

Der beste Luftentfeuchter mit großem Wassertank

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Der Pro Breeze Luftentfeuchter kommt mit einer Entfeuchtungsleistung von 20 Litern daher und eignet sich sowohl für Wohnräume als auch feuchte Kellerräume. Die Anwendung ist bei Temperaturen zwischen 5 und 32 Grad möglich, sodass dem Einsatz nichts im Wege steht. Dank des 5,5 Litern Tanks kann der Entfeuchter auch für längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. Der integrierte Feuchtigkeitssensor misst die Luftfeuchtigkeit im Keller und senkt diese, sobald sie in die Höhe steigt.

Mit 4 Betriebsarten ist der Luftentfeuchter von Pro Breeze perfekt ausgestattet. Wer die Wäsche zum Trocknen in den Keller hängt, kann auf die Wäschetrocknungs-Funktion zurückgreifen. Die Leistung des Geräts wird kurzzeitig erhöht, sodass Wäsche schneller durchtrocknet.

Der beste Luftentfeuchter mit antibakteriellem Filter

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Der Pro Breeze Luftentfeuchter mit Trockenmittel ist der perfekte Kandidat, wenn es um kühlere Temperaturen in einer feuchten Umgebung geht. So funktioniert dieses Modell in Räumen ab 1 Grad und nimmt dabei mit dem verbauten 3 Liter Wassertank ausreichend Flüssigkeit auf. Die automatische An- und Abschaltfunktion garantiert, dass das Gerät nur zum Einsatz kommt, wenn es auch wirklich benötigt wird.

Ein Überlaufschutz verhindert, dass der Luftentfeuchter weiterhin läuft, obwohl der Tank bereits vollständig gefüllt ist. Der antibakterielle Filter ist dabei ein besonderes Highlight des Geräts. Der Raumentfeuchter verfügt über einen sogenannten Nanofilter, der durch Silberionen hilfreich gegen Viren, Bakterien und Schimmelsporen ist.

Hilft Aktivkohle gegen Gerüche?

Aktivkohle ist dafür bekannt Gerüche zu neutralisieren. So gibt es mittlerweile Luftentfeuchter, die einen eingebauten Aktivkohle-Filter oder aber einen antibakteriellen Filter vorweisen können, die somit nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch schlechte Gerüche aus dem Raum holen. Je nach Raumgröße sollte die Leistung des Geräts passend abgestimmt sein.

Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass Aktivkohle keine Wunder bewirken kann. Gerüche werden zwar kurzfristig gelindert – ist die Ursache jedoch weiterhin nicht behoben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der starke modrige Geruch zurückkommt.

Fenster und Türen abdichten

Nicht selten kommt es vor, dass die Gummidichtungen des Fensters nicht mehr richtig funktionieren und Feuchtigkeit ungehindert eindringen kann. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, diese Dichtungen zu erneuern. Doch nicht nur das Fenster, auch der Eingangsbereich zum Keller sollte im selben Atemzug kontrolliert werden. Auch über eine undichte Tür kann Feuchtigkeit in den Keller gelangen.

Gegenstände im Keller richtig positionieren

Damit Möbel oder andere Gegenstände keinen Schaden erleiden, sollten sie gut im Keller positioniert werden. Stellen Sie diese beispielsweise auf Paletten, damit sie nicht im direkten Kontakt zum Boden stehen. Dringt doch mal Wasser in den Keller ein, kann so oftmals Schlimmeres verhindert werden.

Zudem sollten alle Gegenstände mit einem kleinen Abstand zur Wand stehen. Wie bereits oben erwähnt, können Risse im Mauerwerk ein Eindringen von Feuchtigkeit begünstigen. Mit genügend Abstand bleiben Kartons & Co. weitestgehend verschont.

Wer lediglich Nahrung im Keller lagert, der kann diese bestenfalls auf Regale stellen, sodass selbst bei Hochwasser der Großteil der Lebensmittel geschützt bleibt.

Feuchtigkeitsfördernde Geräte meiden

Zu den Geräten, die die Feuchtigkeit fördern, zählen unter anderem Luftbefeuchter, Ventilatoren mit Wasserdampf oder Wasserbrunnen. Allesamt arbeiten mit Wasser, welches durch feinste Partikel oder feinem Dampf in die Umgebung abgegeben werden. Wir der Kellerbereich bewohnt, kommt es gerade im Sommer häufig vor, dass man, ohne weiter drüber nachzudenken zum Ventilator mit Wasserkühlung greift.

Obwohl der Ventilator für andere Wohnbereiche eine echte Wohltat ist, ist er in einem bereits feuchten Keller kontraproduktiv. Da die untere Etage im Erdreich liegt, herrscht hier von Grund auf eine gewisse Feuchtigkeit, welche nicht noch weiter erhöht werden muss.

Auch wenn die Luft zunächst trocken erscheint, sollte vor der Anschaffung eines Luftbefeuchters ein Hygrometer zum Einsatz kommen. An diesem können Sie den aktuellen Feuchtigkeitsstand genauestens ablesen.

Vollständige Sanierung des Kellerraumes

Gibt es zu viele Baustellen im Keller, ist eine vollständige Sanierung ratsam. Gerade wenn das Mauerwerk, Fenster, Kellerboden und Türen betroffen sind, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Kommen nun noch erste Anzeichen von Schimmel hinzu, ist Unterstützung in jedem Fall gefragt.

Die Kosten einer solchen Sanierung können schnell in die Höhe schießen, weshalb Sie sich vorab ein Angebot einholen sollten. Eine Aufarbeitung des Kellers sorgt jedoch zuverlässig für Abhilfe und beseitigt so auch kleinste Unregelmäßigkeiten.

Wer ist für die Instandhaltung des Keller verantwortlich?

Für gängige Vorgänge, wie Kellerfenster schließen, regelmäßiges Lüften und allgemeine Kontrollen ist der Mieter selbst verantwortlich. Dennoch übernimmt auch der Vermieter eine Reihe an Aufgaben. Bemerken Sie einen feuchten Keller, der ohne Ihr Verschulden entstanden ist, so sollten Sie Ihren Vermieter informieren. Dieser ist dazu verpflichtet, den Schaden mit fachmännischer Hilfe ausfindig zu machen und zu beheben. Damit es erst garnicht so weit kommt, sollte der Hauseigentümer regelmäßig überprüfen, ob die Regenrinne richtig gereinigt wurde und die Innenwände des Kellers voll intakt sind.

Kann ich eine Mietminderung bei Nichteinhaltung verlangen?

Ob eine Mietminderung beansprucht werden kann, ist davon abhängig, was im Vertrag festgehalten wurde und um welchen Schaden es sich hierbei handelt. Liegt die Verantwortung klar auf der Seite des Vermieters und sind auch keine Regelungen im Vertrag zu finden, so kann eine Mietminderung eingereicht werden. Hier wird meist individuell geprüft, ob diese rechtens ist. Kann der Kellerraum aufgrund der Feuchtigkeit nicht genutzt werden oder konnten bereits Schäden dokumentiert werden, so sind die Erfolgsaussichten hoch.

Schimmel im Keller: Ist ein Fachmann notwendig?

Schimmel im Keller kann hartnäckig sein. Was zunächst unbemerkt beginnt, kann sich innerhalb kürzester Zeit über mehrere Meter erstrecken. Schimmel im Keller entsteht meist durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu seltenem Lüften. Die Kombination verursacht, dass sich Schimmelsporen besonders wohl fühlen und sich an den Wänden und in den Ecken ausbreiten.

Fällt einem der Schimmel früh genug auf, reicht es meist aus, den Schimmel mit desinfizierendem Reinigungsmittel von der Wand zu lösen. Sind größere Flächen betroffen, fällt die Beseitigung meist schwerer aus. Hartnäckiger Schimmel ist mit herkömmlichem Reiniger nicht rückstandslos zu entfernen, weshalb sich dieser innerhalb weniger Wochen wieder ausbreitet.

In so einem Fall ist es ratsam einen Fachmann hinzuzuziehen, der einen ersten Eindruck übermitteln kann. Nur mittels spezieller Verfahren ist die vollständige Entfernung des Schimmels notwendig. Hat sich dieser zudem bereits durch den Putz gefressen, kann auch ein neuer Putz für die Oberfläche notwendig sein.

Feuchter Keller: Die häufigsten Fehler

Bei Entfeuchten des Kellers werden oftmals vorschnell Schritte in die Wege geleitet, die letztendlich nur kurzzeitigen oder garkeinen Erfolg versprechen. Je nachdem von wo die Feuchtigkeit stammt, sind andere Herangehensweisen nötig. Folgende Fehler sollten Sie jedoch in jedem Fall vermeiden.

Kosten sparen beim Ausbau des Kellers

Die Kostenfrage ist ein besonders heikles Thema und hat für viele Personen zunächst oberste Priorität. Natürlich sollte man die Kosten für den Ausbau im Blick behalten, dennoch sollte dies nicht zu Lasten der Qualität gehen. Vergleichen Sie daher vorab mehrere Angebote und holen Sie sich notfalls eine dritte unabhängige Meinung ein. Ein minderwertiges Material oder eine schnelle Arbeitsweise sparen zwar Geld ein, machen sich aber innerhalb weniger Jahre bemerkbar.
Nicht selten kommt es folglich dazu, dass der Keller mit weiteren Instandhaltungsmaßnahmen konfrontiert werden muss, welche das Budget nochmals ausreizen.

Fenster auch bei Regen geöffnet lassen

Ein weiterer Fehler, der in vielen Haushalten häufig vorkommt, ist das Kellerfenster, das durchgehend geöffnet bleibt. Viele Personen haben den Keller zum Lagerraum für alte nicht benötigte Gegenstände umfunktioniert, weshalb man sich nur alle paar Wochen nach unten wagt. Dabei sollte der Kellerraum regelmäßig gelüftet werden – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Wer das Fenster auch bei Regen, Schnee und Frost geöffnet lässt, riskiert einen feuchten Kellerboden und ein feuchtes Mauerwerk. Sobald es anfängt zu regnen, sollte das Fenster demnach umgehend geschlossen werden.

Verwendung von falschem Putz

Welcher Putz für den feuchten Keller verwendet muss ist abhängig von der vorherrschenden Feuchtigkeit. Ist der Keller nicht so feucht wie gedacht, reicht ein handelsüblicher Putz aus, der auch in allen anderen Etagen verwendet werden kann. Ist die Kellerwand feucht sollte zunächst nach der Ursache geforscht werden. Liegt die Ursache im abgeplatzten und undichten Putz, kann ein spezieller Sanierputz für feuchte Wände aufgetragen werden. Dieser sollte feuchtigkeitsregulierend sein und Wasserdampf durchlassen können.

Wer einen falschen Putz oder falsche Materialien verwendet wird meist nur kurze Zeit später mit erneut auftretender Feuchte konfrontiert.

Fehlende Versicherung

Obwohl es unterschiedliche Versicherungen gibt, die für einen eventuellen Schaden aufkommen, sollten auch Mieter eine geeignete Haftpflichtversicherung abschließen. Ist der Schaden im Keller selbst verschuldet, wird nicht selten der Mieter zur Kasse gebeten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn bei Starkregen oder Überschwemmungen vergessen wurde, das Fenster zu schließen.

Die Versicherung des Vermieters kommt nur dann zum Einsatz, wenn nachweislich belegt werden kann, dass der Schaden durch Fehler am Bau oder fehlende Wartungen entstanden ist.

Hilfreiche Quellen und weiterführende Informationen
  1. https://www.innotech-team.de/wer-haftet-bei-feuchtem-keller/
  2. https://www.dein-heizungsbauer.de/ratgeber/bauen-sanieren/keller-heizung/

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