Die 60 besten Mittel gegen Milben – bei Hausstaub­milbenallergie

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Für die meisten von uns harmlos, für rund 10 Prozent der Deutschen ein Gesundheitsrisiko: Milben. Menschen mit Hausstaubmilbenallergie reagieren allergisch auf den Kot der Milben. Juckende Augen, laufende Nasen, Hautrötungen und sogar Asthma-Anfälle sind die unangenehmen Folgen. Da kommt jedes Mittel gegen Milben gelegen! Wir haben die besten 60 Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Hausstaubmilben loswerden.

Gute Gründe für Anti-Milben Mittel

Weniger Milben bedeuten weniger Allergene

Die etwa 0,1 Millimeter großen Spinnentierchen ernähren sich von unseren Hautschuppen, aber auch zum Beispiel von Schimmelpilzen. In jedem Gramm Hausstaub leben tausende Milben. Sie lassen sich nicht ausrotten. Doch wenn Menschen mit Hausstaubmilbenallergie konsequent wirksame Mittel gegen Milben einsetzen und es ihnen möglichst schwer machen, können sie die Beschwerden deutlich reduzieren. Weniger Milben bedeuten weniger Allergene.

Hausstaubmilbenallergie von Spätsommer bis Winter am stärksten

Milben brauchen feucht-warmes Klima, um sich fortzupflanzen. Deshalb gibt es in Spätsommer und Herbst die meisten Milben. Allerdings haben Menschen mit Hausstaubmilbenallergie oft im Winter die stärksten Symptome. In der trockenen Heizungsluft sterben besonders viele Milben ab und setzen dabei eine große Menge an Allergenen frei.

Alle Mittel gegen Milben einsetzen, die es gibt

Menschen mit Hausstaubmilbenallergie müssen deshalb vor allem auf zwei Bereiche achten:

  • Penibel putzen und die Wohnung möglichst staubfrei halten
  • In der Wohnung für ein kühles, trockenes Klima sorgen

Die Liste: Unsere 59 Mittel gegen Milben

Diese Ziele erreichen Sie durch viele kleine und große, einmalige und regelmäßige Maßnahmen. Wir haben für Sie recherchiert und die 59 besten Mittel gegen Milben zusammengetragen.

Mittel gegen Milben: Bett und Schlafzimmer

  1. Beziehen Sie Matratzen sowie Kissen und Bettdecken mit milbendichten Bezügen (Encasings)* – auch die Ihres Partners. Ökotest hat 10 Produkte getestet: https://www.oekotest.de
  2. Verwenden Sie hochwertige Dauenkissen und -decken*. Füllungen mit Federn sind nicht zu empfehlen.
  3. Kaufen Sie Matratzen ohne tierische Füllmaterialien, zum Beispiel Ross- oder Kamelhaar. Latex- oder Kaltschaummatratzen sind empfehlenswert.
  4. Waschen Sie Bettbezüge und Laken einmal wöchentlich bei mindestens 60°C, besser bei 95°C.
  5. Saugen Sie die Matratze bei jedem Wechsel der Bettwäsche mit dem Staubsauger ab.
  6. Waschen Sie Bettdecke und Kopfkissen alle vier bis sechs Wochen mit mindestens 60°C.
  7. Waschen Sie Ihre Encasings drei bis vier Mal im Jahr. (Nicht öfter, sonst verlieren sie an Wirksamkeit.)
  8. Nehmen Sie neben keine weiteren Decken, Kissen (oder bei Kindern Kuscheltiere) mit ins Bett.
  9. Kuscheltiere und Daunenkissen, die Sie nicht waschen können, legen Sie für ein bis zwei Tage in die Gefriertruhe bei -18°C.
  10. Hängen Sie Ihre Bettwäsche im Winter zum Auslüften nach draußen.
  11. Lassen Sie Ihre Betten nach dem Aufstehen aufgeschlagen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  12. Veranstalten Sie keine Kissenschlachten. Dabei wirbeln Sie Unmengen von Staub und Milben auf?!
  13. Ihr Bett sollte Füße statt eines geschlossenen Bettkastens haben, wo sich Staub ansammeln kann.
  14. Nutzen Sie einen luftdurchlässigen Rost unter Ihre Matratze, damit sie auch von unten gut belüftet wird.
  15. Tragen Sie nachts einen Schlafanzug*. Dieser nimmt Ihren Körperschweiß auf und lässt weniger Hautschuppen aufs Bett fallen.
  16. Ziehen Sie sich nicht im Schlafzimmer um und bewahren Sie getragene Wäsche und Schuhe nicht im
  17. Schlafzimmer auf. Sie würden dadurch zusätzlich Staub und Pollen ins Zimmer bringen.
  18. Lassen Sie keine Haustiere in Schlafzimmer und Bett. (Bei schwerer Hausstaubmilbenallergie verzichten Sie besser ganz auf Haustiere.)
  19. Lassen Sie einmal im Jahr Ihre Matratze chemisch reinigen.

Mittel gegen Milben: Raumklima

  1. Stoßlüften Sie Ihre Wohnung zwei bis dreimal täglich, am besten einmal gleich nach dem Aufstehen.
  2. Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 50 Prozent liegen.
  3. Verzichten Sie (mindestens im Schlafzimmer) auf Zimmerpflanzen. Die feuchte Topferde erhöht die Luftfeuchtigkeit und ist oftmals mit Schimmelpilzen versetzt.
  4. Verzichten Sie ebenso auf Aquarien, die die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
  5. Nutzen Sie einen guten elektrischen Luftreiniger, der Ihre Raumluft von Staub, Schimmelpilzen und vielen Schadstoffen befreit.
  6. Klimaanlagen, Ventilatoren, Heizlüfter und ähnliche Geräte (ohne Filterwirkung) sind dagegen nicht empfehlenswert. Sie verteilen den Staub nur in der Wohnung.
  7. Stellen Sie die Schlafzimmertemperatur auf maximal 18°C ein, in anderen Zimmern auf maximal 20°C.

Mittel gegen Milben: Einrichtung und Böden

  1. Verzichten Sie auf Vorhänge und Wandteppiche, die nur Staub fangen.
  2. Wählen Sie geschlossene Schränke als Möbel aus, statt offene Regale.
  3. Reduzieren Sie die Anzahl an Dekorationsstücken und anderen Staubfängern in der Wohnung.
  4. Glatte Böden sind allergikerfreundlich. Sie müssen Sie aber regelmäßig feucht wischen, damit sich nicht zu viel Staub ansammelt und herumgewirbelt wird.
  5. Hochwertige, niedrigflorige Teppiche sind ebenso geeignet. Sie haben den Vorteil, dass sie den Staub besser festhalten.
  6. Hochflorige, „zottelige“ Teppiche jedoch sind ein wahres Milbenparadies.
  7. Nutzen Sie Polstermöbel mit abwaschbaren Leder- oder Kunstfaserbezügen, statt mit Textilbezügen.
  8. Glatte Tapeten sind besser als Raufaser- oder Textiltapeten, da an deren Oberfläche viel Staub hängen bleibt.
  9. Stellen Sie Möbel nicht direkt an die Wände, damit die Luft zirkulieren kann und sich dahinter keine Feuchtigkeit oder Schimmel bildet.

Mittel gegen Milben: Sorgfältig putzen

  1. Reinigen – wischen oder saugen – Sie Böden täglich, mindestens alle zwei Tage.
  2. Saugen Sie Fußabtreter regelmäßig ab und legen Sie sie zum Trocknen ins Freie.
  3. Wischen Sie nach dem Staubsaugen alle Möbel, Flächen und Armaturen feucht ab.
  4. Verwenden Sie feuchte Mikrofastertücher* zum Staubwischen. Diese nehmen den Staub am besten auf.
  5. Nutzen Sie einen statischen Staubwedel für unzugängliche Stellen – hinter Heizungen oder auf Schränken –, damit der Staub dort nicht über längere Zeit liegenbleibt.
  6. Verwenden Sie einen Staubsauger mit Feinporenfiltersystem* (HEPA-Filter). Normale Staubsauger blasen einen Großteil des Staubs wieder in die Zimmerluft zurück.
  7. Trotzdem wird beim Saugen eine Menge Staub aufgewirbelt. Saugen Sie möglichst nicht selbst und halten Sie sich währenddessen nicht im Raum auf. Ein Familienmitglied oder eine Putzhilfe übernimmt diese Arbeit sicher gerne. ?
  8. Wenn Sie doch selbst ran müssen, tragen Sie beim Staubsaugen einen Mund-Nasen-Schutz, zum Beispiel eine Einmal-Papiermaske aus dem Baumarkt.
  9. Leeren und entsorgen Sie volle Staubsaugerbeutel nicht selbst.
  10. Verwenden Sie für Allergiker empfohlene Reinigungsmittel. Diese sind verträglicher und arm an unnötigen Reizstoffen.
  11. Behandeln Sie Matratzen, Polstermöbel und Teppiche regelmäßig mit milbenabtötenden Sprays oder Schäumen.
  12. Nutzen Sie keine chemischen Milbensprays (Benzylbenzoat). Diese können Reizungen oder allergische Reaktionen verursachen.
  13. Stattdessen sind Sprays auf Basis von Niem-Öl* (oder Neem) empfehlenswert. Der enthaltene Wirkstoff Margosa-Extrakt bekämpft Milben, indem er ihre aus menschlichen Hautschuppen bestehende Nahrung ungenießbar macht.
  14. Nutzen Sie beim Putzen keine Sprühflaschen, da Sie den feinen Sprühnebel leicht einatmen und so Ihre Atemwege reizen können. Geben Sie das Reinigungsmittel besser direkt auf den Putzlappen.

Spezial: Urlaub und Reise

Im Urlaub haben Sie nur wenig Einfluss auf die „Milbenfreundlichkeit“ Ihrer Umgebung. Doch mit etwas Vorbereitung können Sie den Aufenthalt in fremden vier Wänden so beschwerdefrei wie möglich gestalten.

  1. Achten Sie bei der Auswahl eines Hotels oder einer Ferienwohnung auf das Qualitätssiegel für Allergikerfreundlichkeit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Hier finden Sie dazu weitere Infos: http://www.ecarf-travel.org/de/
  2. Erkundigen Sie sich bei der Buchung gezielt nach einem Zimmer mit glatten Böden, ohne Teppiche und möglichst wenigen anderen Textilien und Dekostücken.
  3. Fragen Sie an der Hotelrezeption nach Allergiker-Schutzbezügen* für Ihr Bett.
  4. Bitten Sie um die Reinigung Ihres Zimmers und den Austausch Ihrer Bettwäsche, wenn das Zimmer einige Tage leer stand.
  5. Nehmen Sie Plastikfolie von zuhause mit und wickeln Sie Matratze und Kopfkissen damit ein. (Das ist nicht besonders gemütlich, aber immer noch besser als schweren Symptomen aufzuwachen.)
  6. Denken Sie an eine vollständige Notfall-Apotheke. Als Sofortmittel gegen Symptome helfen auch Augentropfen und Inhalier- und Nasensprays gegen Heuschnupfen.
  7. Ihren internationalen, mehrsprachigen Allergiepass sollten Sie stets dabei haben. So wissen Ärzte im Notfall immer Bescheid. So einen Allergiepass können Sie zum Beispiel hier bestellen: http://medilang.info/ausweis/
  8. In Gebirgsregionen über 1.500m mit Ihrer trockenen, kühlen Höhenluft leben sehr wenige Milben. Solche Orte sind perfekt zum Durchatmen für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie geeignet.
  9. Auch heiße, trockene Wüstenregion oder kalte, trockene Polarregionen sind weitgehend milbenfrei. (Wer´s mag…)
  10. Schlafsäcke oder Urlaubskleidung liegen oft lange in Schrank oder Keller. Waschen Sie solche Textilien, bevor Sie sie nutzen.

Tipp 60: Haben wir noch einen Tipp vergessen? Schreiben Sie uns…