5 Hausbau-Tipps für ein gesundes Raumklima

gesundes Raumklima im Holzhaus

Jeder Mensch verbringt rund 80 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen. Allein dieser Wert zeigt auf, wie wichtig die Wohngesundheit und die Vermeidung von Schadstoffen beim Hausbau ist. Bei sensiblen Menschen können ungünstige raumklimatische Bedingungen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Asthma auslösen. Wenn Sie bereits bei der Hausbau- oder Sanierungsplanung mit Sorgfalt vorgehen, schaffen Sie ein gesundes Klima und setzen die dafür essentiellen Details um.

Was ist ein gesundes Raumklima?

Als Hauptkriterium des gesunden Raumklimas zählt die Frischluft. Eine optimale Wohnraumlüftung sorgt dafür, dass abgestandene Luft entweicht und durch frische Luft ersetzt wird. Neben der Raumlüftung durch die Fenster können Sie sich für eine moderne Lüftungsanlage beim Hausbau entscheiden. Die Luftumwälzung ist in diesem Fall nicht allein vom richtigen Stoßlüften abhängig, sondern sie erfolgt automatisch über die Anlage.

Der zweite Punkt ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Raum. Ist sie zu trocken, können Atemwegsprobleme und Kopfschmerzen auftreten. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit erschwert die Atmung und ist ebenfalls auf Dauer ungesund. Optimalerweise liegt die Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Schlafräumen zwischen 30 und 50 Prozent. Die Wohlfühltemperatur kann im eigenen Ermessen zwischen 19 und 21°C gewählt werden. Diese Grundwerte sind für ein gesundes Raumklima essentiell und lassen sich mit einem Hygrometer, beziehungsweise mit dem Thermometer messen. Um Schadstoffe in Form von Feinpartikeln auszuschließen, empfiehlt sich ein Innenausbau mit natürlichen und hochwertigen Materialien.

1. Geeignete Baufirma finden

Ehe Sie Ihr Traumhaus planen und sich mit dem Grundriss, dem Baustil und anderen Faktoren beschäftigen, recherchieren Sie Baufirmen und stellen verschiedene Angebote in den Vergleich. Nehmen Sie diese Gegenüberstellung nicht allein für die Baukosten vor, sondern suchen Sie nach einem Hausanbieter, bei dem die Wohngesundheit einen hohen Stellenwert hat. Die Verarbeitung von Naturmaterialien, ein optimaler Schallschutz und eine moderne Wärmedämmung stehen im Fokus, wenn es um die raumklimatischen Bedingungen geht.

Sollten Sie oder ein Familienmitglied unter Allergien leiden, planen Sie eine Lüftungsanlage in den Hausbau ein. Wenn Sie in Zeiten des Pollenflugs nur sporadisch lüften können, wird die Wohnraumlüftung durch moderne Technik sichergestellt. Holen Sie sich mehrere Angebote ein und prüfen akribisch, welche Leistungen und welche Materialien laut Bauvertrag zum Einsatz kommen. Naturmaterialien und zertifizierte Baustoffe müssen nicht teurer als konventionelle Bau- und Ausbaumaterialien sein. Für Ihre Gesundheit und das uneingeschränkte Wohlbefinden in Ihrem Zuhause nehmen diese Details einen hohen Stellenwert ein.

2. Ökologische Baumaterialien nutzen

Fertighäuser erfreuen sich bei vielen Familien großer Beliebtheit. Das liegt neben den Preisvorteilen und der kurzen Bauzeit vor allem daran, dass die Anbieter allein durch die Holzbauweise einen wichtigen Punkt für Ihre Wohngesundheit abdecken. Noch sicherer entscheiden Sie sich, wenn Sie einen Hausanbieter wählen, der sich vollständig auf ökologische Baumaterialien beruft. Neben Holz als primärem Baustoff sollten natürliche Dämmmaterialien aus pflanzlichen Fasern, sowie Kalt- oder Lehmputz zum Einsatz kommen. Werden ökologisch zertifizierte Materialien verbaut, haben Sie eine gute Entscheidung für Ihre Gesundheit und ein angenehmes Raumklima getroffen. Das gilt neben dem Rohbau auch und in erster Linie für den Innenausbau.

Schadstofffreie und schadstoffarme Bodenbeläge, Wandbeläge und Putze beugen Allergien und Unwohlsein in Ihrem Zuhause vor. Scheuen Sie sich nicht davor, gezielte Fragen zu stellen und sich ein Angebot für den ökologischen Hausbau erstellen zu lassen.

3. Lüftungsanlage einbauen

Wie bereits kurz angeschnitten, ist eine Lüftungsanlage beim Hausbau für Allergiker unerlässlich. Wichtig ist, dass Sie sich für eine mit Pollenfilter ausgestattete Anlage entscheiden. Um Heizkosten zu sparen und die Temperatur im Raum optimal zu steuern, bieten sich Lüftungen mit Wärmerückgewinnung an. Da hochwertige Anlagen für eine gute und gleichbleibende Luftqualität sorgen, verbessern sie die Wohngesundheit spürbar und sind in Allergiker-Haushalten eine moderne Alternative zu Pollenschutzgittern vor den Fenstern.

Bauen Sie im innerstädtischen Bereich oder in der Nähe eines Industriegebiets oder einer viel befahrenen Straße? Dann ist eine Lüftungsanlage beim Hausbau eine Überlegung wert und gibt Ihnen die Möglichkeit, gut gefilterte Frischluft ins Haus zu lassen, während Feinstaub und Umweltpartikel draußen bleiben.

4. Schadstoffarme Ausstattung und Einrichtung wählen

Die meisten Schadstoffe gelangen nicht etwa beim Hausbau, sondern bei der Innenausstattung und Einrichtung in die eigenen vier Wände. Bezüglich Ihrer Präferenz zum ökologischen Hausbau haben Sie sich bereits für schadstoffarmen Putz und Wandfarben sowie für gesunde Böden, bestenfalls aus Holz oder Naturstein, entschieden. Beim Einrichten stehen massive Holzmöbel, naturbelassen oder mit einer zertifizierten Oberflächenbehandlung designt, im Fokus. Verzichten Sie zugunsten der Schadstoffsenkung auf Einrichtungsgegenstände aus verleimten Möbelplatten und auf Angebote, deren Herkunft ungeklärt oder nachweislich in einem „Billigherstellungsland“ befindlich ist.

Schadstoffarme Einrichtung
Schadstoffarme Einrichtung (Quelle: unsplash)

Um eine gute Wohnraumlüftung und Beheizung zu gewährleisten, sollten Sie bei der Möbelaufstellung darauf achten, dass Heizungen, Fenster und die Ausströmung der Lüftungsanlage frei bleiben.

5. Ausreichend Pflanzen einplanen

Zimmerpflanzen holen ein Stück Natur ins Haus und sind wahre Luftreinigungswunder. Wichtig ist, dass Sie die richtigen Pflanzen wählen und bei der Positionierung auf die Bedürfnisse der Pflanze UND die Aufstellung im passenden Raum achten. So eignet sich ein Bogenhanf zum Beispiel wunderbar für Ihr Schlafzimmer, während die große Kentia-Palme am besten ins Wohnzimmer oder in den offenen Wohn-Essbereich passt.

Tipp:

Stellen Sie Pflanzen nicht auf das Fensterbrett. Auch wenn einige Pflanzen die Positionierung hinter der Glasscheibe lieben, machen Sie sich mehr Arbeit, da das Beräumen der Fensterstöcke zur Wohnraumlüftung zur täglichen Aufgabe wird.
Grünlilien, Drachenbäume und gemeiner Efeu wirken sich positiv auf die Luftsauberkeit und die Luftfeuchtigkeit im Raum aus. In großen Zimmern sollten Sie vorwiegend große Pflanzen platzieren, während ein kleiner Raum eine Anpassung der Pflanzengröße für sinnvoll erachten lässt.

Fazit: Warum sollte man bereits beim Hausbau auf ein gesundes Raumklima achten?

Es ist ein wissenschaftlich erwiesener Fakt, dass die Wohngesundheit einen maßgeblichen Einfluss auf Ihr Wohlbefinden und damit auf Ihre Gesundheit nimmt. Ein gutes Raumklima basiert auf der optimalen Temperatur und auf der richtigen Luftfeuchtigkeit im Raum. Hinzu kommt die Vermeidung von Schadstoffen, die sich zum Beispiel bei Wärme aus dem Bodenbelag oder aus den Wandbelägen lösen und als Feinpartikel in der Raumluft verteilen. Wenn Sie bereits in der Planungsphase auf diese Faktoren achten, sparen Sie perspektivisch viel Geld, das für eine Nachrüstung der Lüftungstechnik und für die wohngesunde Sanierung der Innenräume anfällt.

Aufgrund der Brisanz dieser Thematik ist es heute einfach, eine geeignete Hausbaufirma mit ökologischer Ausrichtung zu finden und sich Ihren Traum vom Eigenheim ohne Risiken für Ihre Gesundheit zu erfüllen. Konzentrieren Sie sich auf Naturmaterialien und auf Baustoffe, die von unabhängigen Instituten zertifiziert und als unbedenklich eingestuft wurden. Die Temperatur und den Wert der Luftfeuchtigkeit im Raum sind essenzielle Kernwerte für die Wohngesundheit.

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