Pflanzen im Schlafzimmer für bestes Raumklima

Pflanzen im Schlafzimmer

Raumbegrünung fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch den Schlaf. Pflanzen spenden Sauerstoff, befreien die Luft von gefährlichen Schadstoffen und dienen zudem als natürlicher Luftbefeuchter. Somit tragen sie in dreifacher Weise zu einem optimalen Raumklima bei. Allerdings sorgen nicht alle Pflanzen für bessere Luft im Schlafzimmer einige können sogar das Gegenteil bewirken.

Worauf sollten Sie bei der Begrünung Ihres Schlafzimmers generell achten? Und welche Gewächse eignen sich besonders gut für diesen Raum? Hier erfahren Sie alles, was Sie über das Thema wissen müssen!

Gesunder Schlaf durch Pflanzen

Indem sie Fotosynthese betreiben, produzieren Pflanzen Sauerstoff, während sie gleichzeitig Kohlendioxid verbrauchen. Für uns bedeutet das eine verbesserte Luftqualität in Räumen, da wir Sauerstoff für unsere Atmung benötigen.

Darüber hinaus geben Pflanzen kontinuierlich Wasser in Form von Wasserdampf an ihre Umgebung ab und besitzen somit eine luftbefeuchtende Eigenschaft. Auf diese Weise tragen sie zur Erhöhung der relativen Luftfeuchte bei. Bei zu trockener Luft im Schlafzimmer, was unter anderem die Schleimhäute reizt und zu Kopfschmerzen führt, können Pflanzen daher eine Lösung des Problems darstellen.

Darüber hinaus sind einige Gewächse hervorragende Schadstofffilter. Sie nehmen schädliche Gase über die Blätter auf und verstoffwechseln sie. Solche luftreinigende Pflanzen befreien die Raumluft beispielsweise von Formaldehyd oder Benzol.

Mehr Grün im Schlafzimmer kann also in dreierlei Hinsicht für bestes Raumklima sorgen!

Was Sie bei der Begrünung Ihres Schlafzimmers beachten sollten

Nicht jede Pflanzenart trägt optimal zu einem besseren Raumklima bei. Es gibt daher einige Aspekte, die Sie bei der Begrünung Ihres Schlafzimmers unbedingt beachten sollten.

  • Sauerstoff: Die meisten Pflanzen spenden nur tagsüber Sauerstoff, da für die Fotosynthese Licht benötigt wird. Nachts verbrauchen sie ihn hingegen – denn auch Pflanzen atmen. Sie müssen sich allerdings keine Sorgen machen, dass Ihnen die Begrünung den Sauerstoff wegschnappt – da müssten Sie den Raum schon in ein Gewächshaus verwandeln. Dennoch lohnt es sich im Schlafzimmer solche Pflanzen zu verwenden, die durch ein ausgeklügeltes  Stoffwechselsystem den CO2/O2-Stoffaustausch nachts stattfinden lassen. Dabei handelt es sich um sogenannte CAM-Pflanzen bzw. Crassulaceen, die in heißen trockenen Gebieten vorkommen und sich durch Ihre „Nachtaktivität“ vor Wasserverlust schützen. Dazu zählen zum Beispiel Aloe Vera oder Kakteen.
  • Nicht alle Pflanzen sind effiziente Schadstofffilter. Welche Arten sich besonders gut zur Reinigung eignen, erfahren Sie in unserem Beitrag „Luftreinigende Pflanzen für gute Raumluft„.
  • Nur trockene oder ausgewogene Räume profitieren von mehr Luftfeuchtigkeit durch Pflanzen. Wenn Sie jedoch ein sehr feuchtes Schlafzimmer besitzen oder gar mit Schimmelbildung zu kämpfen haben, sollten Sie es mit der Pflanzenhaltung nicht übertreiben!
  • Intensiv duftende Zimmerpflanzen, wie z.B. Gardenien oder stark duftende Orchideen-Arten, können unter Umständen Kopfschmerzen verursachen und dadurch einen erholsamen Schlaf stören.
  • Einige Pflanzen können bei manchen Menschen Allergien auslösen. Als Allergiker sollten Sie grundsätzlich nur solche Arten halten, auf die Sie nicht empfindlich reagieren.

Generell gilt: Pflanzen können zu einem guten Raumklima beitragen, ersetzen aber keineswegs ein regelmäßiges und korrektes Lüftungsverhalten.

 

 

Geeignete Schlafzimmer Pflanzen

Pflanzen, die sich besonders für das Schlafzimmer eignen, sind demnach zum Einen Vertreter der CAM-Pflanzen für eine optimale Sauerstoffversorgung und zum Anderen solche mit guten Fähigkeiten zur Schadstofffilterung. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Beispiele genauer vor.

Aloe Vera

Die echte Aloe ( (Aloe vera) gehört zu den Affodillgewächsen und ist ein prominenter Vertreter der oben erwähnten CAM-Pflanzen. Die Pflanze versorgt Sie also auch nachts mit Sauerstoff. Außerdem ist sie sehr pflegeleicht und benötigt kaum Wasser – je nach Klima reicht bereits die Luftfeuchte im Raum. Darüber hinaus können Sie auch anderweitig von der Pflanze profitieren: Der Saft in den fleischigen Blättern der Aloe Vera ist ein optimaler Feuchtigkeitsspender und gilt nicht umsonst als Wundermittel für die Hautpflege! Sie können die Blätter einfach aufschneiden, das Gel herauspressen und direkt die Haut auftragen. Insbesondere in Zeiten trockener Raumluft können Sie so einer Austrocknung der Haut entgegenwirken.

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Kakteen

Die stacheligen Exoten machen nicht nur optisch etwas her, sondern versorgen Sie ebenfalls mit Sauerstoff in der Nacht. Außer ausreichend Licht benötigen Kakteengewächse  (Cactaceae) wenig Aufmerksamkeit. Am besten stellen Sie sie auf die Fensterbank – und bloß weit weg von Ihrem Wecker!

Efeu

Efeu (Hedera helix) kennen die meisten vor allem als Kletterpflanze an Hauswänden und von Friedhöfen. Es ist jedoch ebenso eine hervorragende Schlafzimmerpflanze! Das zeitlose Gewächs ist ein äußerst effizienter Luftreiniger. Bis auf Ammoniak vermag Efeu alle wichtigen Schadstoffe zu binden, die in Räumen ein Problem darstellen. Da er sich an schattigen Orten sehr wohl fühlt, eignet sich diese Pflanze insbesondere für dunkle Schlafräume. Der Pflegeaufwand ist moderat.

Bogenhanf

Der Bogenhanf (Sansevieria) ist eine beliebte Zimmerpflanze und eignet sich perfekt fürs Schlafzimmer. Die aus Afrika stammende Pflanze ist nicht nur ein verlässlicher Schadstofffilter, sondern gibt auch nachts Sauerstoff ab. Sie muss nur wenig gegossen werden und fühlt sich an einem halbschattigen Örtchen am wohlsten.