Badezimmer renovieren: nützliche Tipps & aktuelle Trends

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Wir verbringen durchschnittlich 70 Minuten pro Tag im Badezimmer. Es ist der Ort, an dem wir uns waschen und erleichtern. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir uns in diesem Raum wohlfühlen möchten. Eine Badezimmerrenovierung kann hierfür der Schlüssel sein. Allerdings verlangt diese Arbeit zeitlich wie finanziell eine hohe Investition. Wir haben deshalb einige Tipps und Trends zusammengetragen, um bei der Planung zu helfen.

Dazu dient die Badezimmerrenovierung

Grundsätzlich kennen Sie vermutlich zwei Gründe, weshalb Sie Ihr Badezimmer renovieren sollten. Erstens möchten Sie die Optik des Raums verändern. Zweitens sind Sie mit dem Funktionsumfang Ihres Badezimmers nicht zufrieden. Dies kann aufgrund einer Beschädigung einiger Komponenten der Fall sein – oder es fehlen Einrichtungsgegenstände. Vielleicht möchten Sie beispielsweise eine Badewanne hinzufügen.

In diesen Fällen ist eine Renovierung nicht nur empfehlenswert, sondern notwendig

Es existiert allerdings ein drittes Argument für eine Renovierung, das oft vergessen oder unterschätzt wird. Der Raum muss so konzipiert sein, dass er Ihre Gesundheit und die strukturelle Integrität der Bauteile nicht gefährdet. Im Badezimmer ist es feucht, weshalb die Gefahr der Schimmelbildung besteht. Eine gute Abluft ist deshalb wichtig. Eine Renovierung ist einem solchen Fall nicht nur empfehlenswert, sondern notwendig. Dies gilt ebenfalls, wenn Teile der Einrichtung so stark beschädigt sind, dass Ihre Nutzung überhaupt nicht oder nicht mehr auf sichere Art und Weise möglich ist. Bricht beispielsweise ein Stück vom Spieltisch ab, muss er gewechselt werden.

Wichtig: in der richtigen Reihenfolge das Badezimmer renovieren

Wenn Sie Ihr Badezimmer renovieren, ist die richtige Reihenfolge von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Verlegung der Rohre
  2. Installation der Vorwände
  3. Montage der Leitungen
  4. Beplankung der Vorwände und Ausgleich des Bodens
  5. Aufbau der großen Einrichtungsgegenstände (Dusche, Badewanne)
  6. Fliesen auf dem Boden und an den Wänden verlegen
  7. Falls eine Fußbodenheizung vorhanden ist, bauen Sie den Boden auf, bevor Sie die Fliesen hier verlegen
  8. Montage der Duschabtrennung
  9. Einbau der kleineren Einrichtungsgegenstände wie z. B. der Armaturen

Die Reihenfolge ist wichtig, um keine Arbeit doppelt ausführen zu müssen – und nicht zu riskieren, dass Komponenten bereits erledigte Schritte in Mitleidenschaft ziehen. Legen Sie Fliesen zuerst, geraten diese beispielsweise bei der Montage der Dusche stark in Mitleidenschaft. Bauen Sie Ihr Badezimmer nicht von Grund auf neu, so können Sie einige Schritte weglassen. Liegen Rohre beispielsweise schon, können Sie diese benutzen.

Tipp: Es muss in einem bestehenden Badezimmer nicht alles auf einmal passieren

Wenn Sie ein bestehendes Badezimmer renovieren, können Sie Schritt für Schritt arbeiten und müssen nicht alles auf einmal machen. Benötigen Sie beispielsweise einfach nur eine neue Duschrückwand, so können Sie diese separat auf einer Seite wie rueckwand24.com kaufen, installieren und mit dem nächsten Schritt warten, bis Sie die Zeit und das Geld für diesen haben.

Gesunder Mix aus Funktionalität und Optik: Darauf ist zu achten

Solche Duschrückwände können mit bestimmten Motiven ausgestattet sein. Dies gilt für viele weitere Komponenten. So lassen sich optische mit funktionellen Renovierungen geschickt verbinden. Ist dies nicht möglich, gilt: Die Funktionalität ist wichtiger als die Optik. Beispielsweise ein Badezimmer-Unterschrank in der falschen Farbe kann nachträglich noch lackiert werden. Dies ist wesentlich weniger Arbeit als die Anpassung eines optisch überzeugenden Modells, das nicht über die richtigen Maße verfügt.

Frische Luft im Bad: Wie können Sie richtig lüften?

Um die bereits angesprochene gute Abluft zu erreichen, gibt es im Badezimmer verschiedene Konzepte, die im Rahmen einer Renovierung umgesetzt werden können:

  • querlüften (von der Zugangstür bis zum Fenster; dieses ist geöffnet, 3 bis 5 Minuten im Winter, bis zu 20 Minuten im Sommer)
  • kipplüften (von der Tür bis zum gekippten Fenster, 5 bis 7 Minuten im Winter, bis zu 30 Minuten im Sommer)
  • stoßlüften (Tür geschlossen, Fenster geöffnet, 6 bis 8 Minuten im Winter, bis zu 30 Minuten im Sommer)
  • mit geschlossener Tür und gekipptem Fenster (30 bis 75 Minuten im Winter, bis zu 6 Stunden im Sommer)
  • maschinelle Lüftung (abhängig von der jeweiligen Lösung und Raumgröße)

Grundsätzlich sollten Sie immer lüften, wenn Sie Feuchtigkeit freisetzen, also beispielsweise beim Duschen. Stehen nicht angenehme Gerüche im Raum, ist dies aus Komfortgründen ebenfalls empfehlenswert. Warnzeichen wie Tropfen an Spiegeln zeigen, dass Sie bislang zu wenig lüften.

Optisch liegen feste Themen im Trend für das Badezimmer. Dies gilt insbesondere für Komplettrenovierungen. Als Beispiele:

  • Natur & Landschaft (teilweise auch „Natürlichkeit“ genannt)
  • Städte & Architektur (oft auch als „Loft-Badezimmer“ bezeichnet)
  • Abenteuer & Reisen (bei speziellen Ländern sind diese oft Teil des Namens – z. B. „Japan“)
  • Wellness (häufig auch „Spa-Badezimmer“)

Weshalb sollte nach einem festen Thema bei einer Komplettrenovierung gearbeitet werden?

Sie müssen bei einem festen Thema die Einrichtung des Badezimmers nicht selbst zusammenstellen, sondern können vorhandene Lösungen wählen. Sie haben auf diese Weise nicht nur eine belastbare Vorstellung von der Einrichtung und den Maßen der einzelnen Komponenten, sondern auch der Optik. Oft können Sie trotzdem über einen Konfigurator individuelle Akzente setzen.

Fazit: Wenn Sie Ihr Badezimmer renovieren, planen Sie vorher sorgfältig

Die bisherigen Erläuterungen zeigen, dass eine Badezimmerrenovierung sorgfältige Planungen verlangt. Dies beginnt mit der Frage nach dem Umfang der Arbeit, setzt sich über Lüftungskonzepte fort und endet mit optischen Feinheiten. Je besser Sie planen, desto weniger Probleme haben Sie während der Renovierung.

Hilfreiche Quellen und weiterführende Informationen
  • Bildquelle Titelbild: @ Bildquelle: Ksenia Chernaya #3951742 / pexels.com

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