Helfen die Corona-Masken auch bei Feinstaubbelastung?

Corona-Masken bei Feinstaub

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist während der Coronapandemie zum Alltag geworden. Nun werden die Maßnahmen schrittweise gelockert und die Maskenpflicht teilweise aufgehoben. Doch die Masken schützen nicht nur vor den Coronaviren, sondern auch vor Feinstaub. Daher kann das Tragen in bestimmten Situationen weiterhin sinnvoll sein. Wir erklären Ihnen im Folgenden, was Sie dazu wissen sollten.

Wie gut schützen Corona-Masken vor Feinstaub?

Wird Feinstaub eingeatmet, kann das zu Atemwegsinfektionen sowie Asthma führen. Aber auch das Risiko für Herzinfarkte steigt durch das Einatmen winziger Partikel. Die bekannten Corona-Schutzmasken taugen als Feinstaubfilter und können uns davor schützen. Sowohl für Erwachsene als auch passgenaue Masken für Kinder sind also in bestimmten Situationen empfehlenswert. US-amerikanische Forscher haben nun die Filterwirkung unterschiedlicher Maskentypen gemessen und herausgefunden, dass die FFP2-Masken die größte Schutzwirkung haben. Die Belastung der Atemluft mit Partikeln aus Rauchgasen wird um bis zu 94 Prozent reduziert.

Dieser Wert hat selbst die Forscher überrascht. Ein gewöhnlicher Mund-Nasen-Schutz ist dagegen deutlich weniger effektiv. Aber auch eine Baumwoll-Maske verringert die Feinstaubbelastung um 55 Prozent. Masken aus Kunststofffasern erreichen einen Wert von 20 Prozent. Medizinische Masken reduzieren die Feinstaubbelastung aus der durchströmenden Luft um bis zu 90 Prozent. Diese Werte zeigen: das Tragen kann in Regionen oder Situationen mit hoher Feinstaubbelastung absolut sinnvoll sein. Ob in der Stadt oder auf Baustellen: eine Maske schützt Sie.

Rund 30 Prozent weniger Krankenhauseinweisungen

In der Studie haben die Forscher eine Modellrechnung ermittelt, welchen Einfluss das Tragen der Masken innerhalb von konkreten Belastungssituationen hat. Das Modell wurde auf Basis der Waldbrandsaison 2012 im US-Bundesstaat Washington angewendet. Damals wurden viele Bürger mit Atemwegserkrankungen und anderen Leiden, welche durch die Rauchbelastung verursacht wurden, in Kliniken eingewiesen. Bei den Berechnungen sind die Wissenschaftler nicht davon ausgegangen, dass tatsächlich alle Bewohner in den betroffenen Regionen dauerhaft eine Maske tragen. Es wurde eine realistische Annahme darüber gemacht, wie viele Menschen sich in welchem Umfang an das Tragen halten.

Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass es rund 30 Prozent weniger Einweisungen in ein Krankenhaus gegeben hätte, wenn ein Teil der Bevölkerung eine FFP2-Maske getragen hätte. Medizinische Masten hätten die Fallzahlen um 17 Prozent verringert, synthetische Masken um 13 Prozent und Baumwoll-Masken um 6 Prozent. Daraus lässt sich ableiten, dass es für FFP2- und medizinische Masken auch nach Corona noch viele sinnvolle Anwendungsbereiche gibt. Entsorgen Sie die übrigen Masken also nicht, sondern überlegen Sie sogar, sich neue anzuschaffen. Gerade wenn man durch Gebiete oder Straße mit hoher Feinstaubbelastung gehen muss, kann sich das Tragen gesundheitlich positiv bemerkbar machen.

Vorteile von FFP-Masken

Die Partikelfilter in den Masken haben eine weitreichende Wirkung. Träger werden vor Feinstaub und Aerosolen geschützt. Hierzulande werden die FFP-Masken in die Schutzklassen 1,2 und 3 eingeteilt. Zum Schutz vor dem Coronavirus wurde stets mindestens eine Maske der Klasse FFP2 empfohlen. Achten Sie beim Kauf insbesondere auf die CEE-Kennzeichnung, inklusive einer vierstelligen Zahl, die von einer zugelassenen Prüfstelle ausgegeben wurde. Diese sind besonders wirksam und je höher die Klasse, desto effektiver werden Sie geschützt.

Vorteile medizinischer Masken

Doch dauerhaft im Alltag eine FFP2-Maske zu tragen, das kommt für viele nicht infrage. Gerade Kinder bekommen dadurch deutlich schlechter Luft, aber auch bei Erwachsenen wirken sich die Masken negativ im Alltag aus. So sind diese unkomfortabel, lassen weniger Sauerstoff durch und gerade im Sommer wird es sehr warm darunter. Daher eignen sich die medizinischen Masken besser und schützen ebenfalls vor Feinstaub. Langfristig können Sie diese im Alltag deutlich angenehmer tragen und sich mithilfe dieser gleichzeitig schützen.

Hilfreiche Quellen und weiterführende Informationen
  • https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-masken-omikron-100.html

Bildquelle Titelbild:
@ 995645 / pixabay.com

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