Luftentfeuchter 2020: Test, Technik und Kriterien – die besten Entfeuchter im Vergleich

Luftentfeuchter Ratgeber und Vergleich

Zu viel Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung schadet Ihrer Gesundheit: Schimmelpilze und Hausstaub-Milben gedeihen bei hoher Luftfeuchte besonders gut und können Krankheiten und Allergien auslösen. Luftentfeuchter bieten eine einfache Lösung, um dauerhaft die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren und das Raumklima zu verbessern. Je nach Einsatzort und -zweck kommen verschiedene Entfeuchter-Modelle in Frage: für die meisten Anwendungen sind Kompressionstrockner oder Adsorptionstrockner am besten geeignet.

Warum ist eine hohe Luftfeuchtigkeit schlecht für meine Gesundheit und wie viel Luftfeuchte ist zu viel? Welche Luftentfeuchter gibt es und wie unterscheiden Sie sich in Ihrer Funktionsweise? Ist ein Kompressionstrockner oder ein Adsorptionstrockner für Sie die beste Wahl? Dieser Artikel bringt Ihnen verschiedene Luftentfeuchter-Typen näher und erklärt, was Sie bei der Anschaffung eines Geräts berücksichtigen sollten.

Übersicht: Welche Typen Raumentfeuchter gibt es und für welche Einsatzbereiche?

Wenn Sie sich bisher noch nicht mit Luftreinigern beschäftigt haben, möchten Sie sicher einen schnellen Überblick über die Geräte erhalten. Wir erklären Ihnen in Kürze, nach welchen Typen man Luftreiniger unterscheiden kann und bei welchen Probleme sie helfen.

Luftentfeuchter und Katze
Beste Freunde: Luftentfeuchter und neugierige Katze (Foto: Mariia Boiko / bigstockphoto.com)

Diese Raumentfeuchter-Typen gibt es:

Zur Luft-Entfeuchtung werden im Wesentlichen vier verschiedene technische Methoden eingesetzt, die unterschiedliche Wirkungsgrade und Trocknungsleistungen aufweisen. Diese Eigenschaften entscheiden maßgeblich, für welche Anwendungen sich die Geräte am besten eignen.

  • Kompressionstrockner: Eine Kältemaschine erzeugt eine kalte Oberfläche, an der Wasser kondensieren kann, welches dann als Flüssigkeit abgeführt wird. Je höher die Temperatur und Feuchtigkeit der Raumluft, desto effizienter arbeitet ein Gerät. Diese Technik ist gut skalierbar und für Wohnung jeder Größe geeignet.
  • Peltier-Entfeuchter: Auch hier erfolgt die Wasserabscheidung an einer kalten Oberfläche, die allerdings elektrisch durch ein Peltier-Element gekühlt wird. Weil die Kühlleistung nur sehr gering ist, eignet sich dieser Typ nicht zum Trocknen einer ganzen Wohnung.
  • Adsorptionstrockner: In diesen Geräten wird Feuchtigkeit aus der Luft durch wasserbindende Materialien aufgenommen. Der Effekt ist größer, je kühler die Luft ist. Damit eignen sich Adsorptionstrockner auch zum Entfeuchten von ungeheizten Kellerräumen. Die Adsorber-Materialien müssen regelmäßig regeneriert werden, was die meisten Geräte automatisch tun.
  • Granulat-Entfeuchter: Diese komplett passive, stromlose Lösung beruht auf der Adsorption von Wasser an hygroskopischen Salzen. Der Trocknungseffekt ist gering und sollte nur für sehr lokale Probleme Anwendung finden.

Welcher Luftentfeuchter ist für welches Zimmer geeignet?

Weil die Effizienz der Geräte stark von der Lufttemperatur und –feuchtigkeit abhängt, sind für den Einsatz in bestimmten Zimmern einige Entfeuchter-Typen besser geeignet als andere:

  • Bad: Aufgrund der hohen Feuchtespitzen und Lufttemperaturen sind Kompressionstrockner die effizientesten Luftentfeuchter.
  • Schlafzimmer: Hier ist ein leises Gerät sinnvoll, das auch bei etwas niedrigeren Zimmertemperaturen arbeiten kann. Am besten eignet sich ein Adsorptionstrockner für Ihr Schlafzimmer.
  • Wohnräume: Sowohl Kompressionstrockner als auch Adsorptionsentfeuchter können in Wohn- und Arbeitszimmern eingesetzt werden. Falls Sie planen, ein Gerät für mehrere Räume zu nutzen, achten Sie auf entsprechende Dimensionierung oder handliche Bauweise.
  • Keller: In unbeheizten Räumen kann ein Kondensationstrockner sein Potential nicht voll ausschöpfen. Nutzen Sie stattdessen einen Adsorptionstrockner.
  • Schrank, Safe: Für kleine geschlossene Räume und Schränke können Sie kompakte Peltier- oder auch Granulat-Entfeuchter nutzen.

Luftentfeuchter Test: Die beliebtesten Modelle im Ranking

Die Auswahl an Modellen und Entfeuchtungsgeräten ist sehr umfangreich. Deshalb ist es gut, wenn man auf die Empfehlungen anderer vertrauen kann. Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf der beliebtesten Geräte genauer vor, sodass Sie aus diesem Raumentfeuchter-Ranking das perfekte Modell auswählen können.

Platz 1: Unsere Empfehlung – Comfee MDDF-16DEN3 Luftentfeuchter

Auf den ersten Platz in unserem Ranking hat es der Luftentfeuchter MDDF-16DEN3 von Comfee geschafft. Hierbei handelt es sich um einen Bautrockner, der leistungsstark ist und auch im Dauerbetrieb eingesetzt werden kann. Die Entfeuchtungsleistung beträgt bis zu 16 Liter pro Tag, jedoch ist der Einsatz nur für Räume von bis zu 35 m² vorgesehen. Dieses Gerät enthält die wichtigsten Funktionen, die Sie von einem guten Luftentfeuchter erwarten: ein Hygrostat erlaubt das Einstellen einer Ziel-Luftfeuchte zwischen 35 und 85% und schaltet den Kompressor automatisch ab, wenn der gewählte Wert unterschritten wird. Neben Abschalt-Automatiken zum Schutz gegen Frost oder Überlaufen des Wassertanks, kann dieses Modell auch über einen Timer programmiert werden. Alternativ ist auch ein Betrieb mit einer externen Zeitschaltuhr möglich.

Dieser Luftentfeuchter ist im Ranking als Testsieger hervorgegangen, weil alle notwendigen Funktionen eines Bautrockners zufriedenstellend geboten werden und dies zu einem günstigeren Preis als die Vergleichsprodukte. Kunden heben zudem positiv das leise Betriebsgeräusch und den geringen Stromverbrauch hervor.

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Platz 2: Leistungsstark mit Heizgebläse: Aktobis Bautrockner WDH-930EEH

Aktobis Luftentfeuchter, Bautrockner WDH-930EEH (bis 40 L/T + Display + Heizfunktion)
  • Entfeuchtungsleistung von bis zu 40 Ltr./ Tag ! Nachfolgemodell des Top-Sellers WDH-735EBH (B002ECSQ2Q) !

Eine sehr gute Alternative stellt das Modell WDH-930EEH von Aktobis dar. Dieser Bautrockner erreicht mit 40 Litern pro Tag eine noch höhere Trocknungsleistung als das Gerät von Comfee. Auch der Ventilator ist stärker, sodass auch Räume von bis zu 80 m² gut entfeuchtet werden können. Als besonderes Feature kann die Trocknung durch Hinzuschalten einer Heizung beschleunigt werden. Der Stromverbrauch steigt dadurch jedoch von gut 500 auf fast 1100 W an.

Dieses Gerät ist zusätzlich mit einem Vor- und einem Aktivkohlefilter ausgestattet, die Staub und Gerüche aus der Luft entfernen. Anwender erfreuen sich besonders an dem Hygrostaten, mit dem Sie die Luftfeuchtigkeit zwischen 30% und 90% genau einstellen können. Damit bietet der Luftentfeuchter von Aktobis den größten Arbeitsbereich der hier vorgestellten Modelle.

Platz 3: Günstiges Kombi-Gerät: Klarstein DryFy Pro Lufttrockner und Luftreiniger

Klarstein DryFy Pro Luftentfeuchter Lufttrockner Raumentfeuchter Dehumidifier (Ionisator,...
  • ZUVERLÄSSIG: Der einfache Weg zur idealen Luftfeuchtigkeit: Der Klarstein DryFy Pro Luftentfeuchter trocknet feuchte...

Mit einer Entfeuchtungsleistung von 20 Litern pro Tag ist der DryFy Pro von Klarstein ähnlich effektiv wie der Testsieger von Comfee. Für einen kleinen Aufpreis erhalten Sie mit diesem Modell aber die Funktionalität eines Luftreinigers hinzu. Neben einem Aktivkohlefilter gegen unangenehme Gerüche können Sie eine UV-Lampe und einen Ionisator aktivieren, welche ebenfalls größere organische Moleküle spalten und damit biologische Keime und gasförmige Schadstoffe bekämpfen können.

Platz 4: Trocknet gut, aber laut: der Suntec Wellness 13072 Luftentfeuchter

SUNTEC Luftentfeuchter Dryfix 20 Design – für Räume bis 150 M³ (63 m2) | Raumentfeuchter...
  • EFFIZIENTE ENTFEUCHTUNG : Der Suntec Wellness Luftentfeuchter bekämpft effektiv Feuchtigkeit in Wohnung und Haus und...

Der Bautrockner Suntec Wellness 13072 scheidet ebenfalls etwa 20 Liter Wasser pro Tag aus der Luft ab, verfügt aber über einen stärkeren Ventilator als die Geräte von Comfee und Klarstein. Deshalb können Sie diesen Luftentfeuchter auch in Räumen von bis zu 65 m² Fläche noch sinnvoll einsetzen. Der Arbeitsbereich des verbauten Hygrostaten liegt nur zwischen 40 und 70%.

Ein Nachteil des starken Gebläses wird von Anwendern kritisiert: besonders im Vergleich zum MDDF-16DEN3 von Comfee fällt auf, dass der Suntec Luftentfeuchter deutlich lauter ist. Mit einem Arbeitsgeräusch von etwa 65 dB wird eine normale Unterhaltung bereits stark gestört. Da nützt es wenig, dass auch dieses Gerät mit einem Aktivkohlefilter ausgerüstet ist, um die Raumluft zu erfrischen.

Platz 5: Clean Air Optima Luftentfeuchter und Luftreiniger CA-704

Den fünften Platz in diesem Luftentfeuchter-Ranking nimmt das Modell CA-704 von Clean Air Optima ein. Es handelt sich um ein Kombi-Gerät aus Bautrockner und Luftreiniger. Ähnlich wie der DryFy Pro von Klarstein wird die Luft mit einer Kombination aus Vorfilter und Aktivkohlefilter sowie UV-Lampe und Ionisator gesäubert. Die Luftreinigungsfunktionen lassen sich erfreulicherweise auch separat nutzen, unabhängig von der Entfeuchtung der Raumluft.

Als Luftentfeuchter bietet das Gerät von Clean Air Optima jedoch wenig Alleinstellungsmerkmale: die Trocknungsleistung liegt mit 10 Litern pro Tag eher im unteren Mittelfeld. Der CA-704 ist sicherlich keine schlechte Wahl, jedoch gibt es mit den Geräten von Comfee und Klarstein deutlich günstigere Alternativen.

Lesetipp:

Luftentfeuchter bei Stiftung Warentest, Öko-Test und weiteren Verbraucherinstituten. Mehr hierzu…

Wie kann ein Luftentfeuchter Ihre Gesundheit verbessern?

Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen, deren Sporen eine Vielzahl an chronischen Krankheiten auslösen können. Auch Hausstaubmilben fühlen sich in feuchterer Luft wohler und rufen bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervor. Ein Absenken der Luftfeuchtigkeit ist eine wichtige Maßnahme, um beide Schädlinge zu bekämpfen und Ihre Gesundheit zu verbessern.

Schimmelgefahr bei hoher Luftfeuchtigkeit

Bei einer relativen Luftfeuchte von mehr als 60% ist die Ausbreitung von Schimmelpilzen stark begünstigt. Diese siedeln sich bevorzugt an kühlen Wänden und in Zimmerecken an, wo sich Feuchtigkeit an den Tapeten niederschlagen kann. Die größte Gesundheitsgefahr durch Schimmelpilze liegt in dem Einatmen ihrer Sporen. Diese wirken stark reizend auf die Atemwege und können zu chronischen Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen führen. Zudem sind Schimmelsporen wegen ihrer allergieauslösenden Wirkung gefürchtet [1,2].

Feuchte Luft begünstigt Hausstaubmilben

Ebenfalls ab einer Luftfeuchtigkeit von etwa 60% fühlen sich Hausstaubmilben besonders wohl. Ihr Vorkommen im Hausstaub ist zwar normal, doch können einige Bestandteile in ihren Ausscheidungen reizend wirken und Allergien auslösen. Besonders Asthmatiker leiden unter erhöhter Milbenzahl und sollten die Luftfeuchtigkeit senken, um ihre Symptome zu mildern [1].

Hohe Feuchtigkeit schadet Bauwerk und Einrichtung

Schimmel greift nicht nur Ihre Gesundheit an, sondern auch das Substrat, auf dem der Pilz wächst. Besonders bei längerfristigem Befall leiden Tapete, Putz und Mauerwerk. Auch Möbel und Inventar wie beispielsweise Papierdokumente können bei zu hoher Feuchtigkeit Schaden nehmen. Durch den Einsatz eines Luftentfeuchters können Sie die Luftfeuchte reduzieren und den Verfall von Gebäude und Gegenständen aufhalten.

Luftentfeuchter Backtrockner gegen Schimmel
Luftentfeuchter als Bautrockner sind bei Schimmel sehr effektiv (Foto: makasanaphoto / bigstockphoto.com)

Ein besonderer Grund für den Einsatz eines Luftentfeuchters stellt ein Wasserschaden dar: sind Wände bereits von Feuchtigkeit durchzogen, geben Sie diese nur langsam an die Raumluft ab. Das Trocknen eines Wasserschadens kann lange dauern und erfordert während dieser Zeit eine besonders gründliche Kontrolle und Regelung der Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen.

Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal?

Haben Sie bereits größere Probleme durch Schimmel oder zu viel Feuchtigkeit, ist es sinnvoll, die Luftfeuchte zu senken, um den Schaden zu begrenzen. Sind Sie sich aber nicht sicher, ob sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters lohnt, sollten Sie mit einem Hygrometer die Feuchtigkeit in Ihren Wohnräumen messen. Als ideal für Ihre Gesundheit gilt ein Wert zwischen 40% und 60%. Eine höhere Luftfeuchte begünstigt das Wachstum von Schimmel und Milben, während eine niedrigere Luftfeuchtigkeit das Infektionsrisiko durch Bakterien und Viren erhöht [1]. Entscheiden Sie sich später für den Kauf eines Luftentfeuchters, wählen Sie am besten ein Modell mit Hygrostat: dieser misst kontinuierlich die Luftfeuchtigkeit und schaltet das Gerät ab, sobald der Sollwert erreicht ist. 

 

Wie funktionieren Luftentfeuchter?

Um die Menge an Wasser in der Luft zu reduzieren, können zwei grundsätzlich verschiedene Verfahren angewendet werden. In Adsorptionstrocknern wird ein Material eingesetzt, welches Feuchtigkeit binden kann und damit quasi Wasser aus der Luft saugen kann. In Kondensationstrocknern hingegen wird ein thermodynamischer Effekt genutzt, der durch Abkühlung zur Kondensation von Wasser führt, welches dann in flüssiger Form abgeschieden wird [3]. 

Luftentfeuchtung mit einem Kondensationstrockner

Ein Kondensationstrockner nutzt aus, dass Luft bei verschiedenen Temperaturen unterschiedlich viel Wasser aufnehmen kann. Kalte Luft hat eine geringere Wasserkapazität als warme. Wird Ihre Raumluft von Zimmertemperatur abgekühlt, steigt die relative Luftfeuchtigkeit an, bis sie 100% erreicht. Dies ist der sogenannte Taupunkt: es liegt der maximale Wassergehalt vor, der bei dieser Temperatur möglich ist. Ein weiteres Abkühlen der Luft sinkt diesen Maximalwert weiter ab, und das überschüssige Wasser kondensiert und kann abgeführt werden [3,4,5].

Als Beispiel: beträgt die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung ursprünglich 80% bei einer Temperatur von 20 °C, entspricht dies einem absoluten Wassergehalt von etwa 15 g/m³. Kühlen Sie die Luft auf 6 °C ab, beträgt der maximale Wassergehalt bei der Temperatur nur noch etwa 8 g/m³, was dann 100% relativer Feuchte entspricht. Die Differenzmenge von 7 g/m³ wird beim Abkühlen als flüssiges Wasser abgeschieden. Abschließend wird die getrocknete Luft wieder bis auf Zimmertemperatur erwärmt. Der neue absolute Wassergehalt von 8 g/m³ entspricht bei 20 °C aber einer relativen Luftfeuchte von nur 40%. Durch die Kondensationstrocknung konnte die Luftfeuchtigkeit also halbiert werden [6].

Wie wirksam ein Kondenstrockner die Luft trocknet, hängt stark von Temperatur und Feuchtigkeit ab: je höher die Anfangsfeuchtigkeit und je wärmer der Raum ist, desto effektiver kann ein Gerät arbeiten, da dann beim Abkühlen am meisten Wasser kondensiert wird. Während im Badezimmer mit seiner hohen Temperatur und hohen Luftfeuchtigkeit beispielsweise ideale Ausgangsbedingungen vorliegen, um einen Kondensationstrockner zu betreiben, ist dies in einem unbeheizten Keller oder unbewohnten Neubau weniger sinnvoll.

Kompressionstrockner zum Luftentfeuchten

Das prominenteste Beispiel für Kondensationstrockner ist der Kompresser-Luftentfeuchter. Er besteht aus einer Kompressionskältemaschine, wie sie auch in einem Kühlschrank zum Einsatz kommt: durch Zirkulation eines Kühlmittels und seine periodische Komprimierung und Expansion wird an einer Stelle des Kühlmittelkreislaufs die Temperatur gesenkt, an einer anderen Stelle erhöht. Die erzielte Temperaturdifferenz wird durch den Stromverbrauch des Kompressors und ihrer Effizienz bestimmt.

In einem Kompressionstrockner wird die Kältemaschine dazu genutzt, die Raumluft abzukühlen, um Kondensation herbeizuführen und Wasser abzuscheiden. Die Abwärme, die im Kühlmittelkreislauf an anderer Stelle frei wird, kann dazu genutzt werden, die trockene, kühle Luft wieder auf Zimmertemperatur zu erwärmen [3,5,7].

Luft trocknen mit einem Peltier-Entfeuchter

Ein anderes Luftentfeuchter-Modell kommt ohne Kühlmittel und Kompressor aus: im Peltier-Entfeuchter wird durch Stromfluss durch ein Halbleiter-Bauelement ein Temperaturgefälle erzeugt und die kalte Oberfläche bereitgestellt, an der Wasser aus der Luft kondensieren kann. Ein Peltier-Entfeuchter zählt daher auch zu den Kondensationstrocknern [7].

Kernstück dieses Luftentfeuchters ist das Peltier-Element, welches aus Schichten unterschiedlicher Halbleitermaterialien besteht. Fließt ein Strom durch das Bauelement, wird an den Grenzflächen Wärme aus der Umgebung aufgenommen bzw. an sie abgegeben, je nach Orientierung der Grenzfläche. In einem Peltier-Element mit mehreren Halbleiterschichten sind diese so angeordnet, dass die eine Seite des Bauteils gekühlt wird, während die andere Seite sich erhitzt [8].

Vorteil des Peltier-Entfeuchters ist, dass für das Erzeugen der kalten Oberfläche kein Kompressor nötig ist und er daher fast geräuscharm arbeitet. Lediglich ein Ventilator zum Luftumwälzen trägt zur Geräuschbelastung bei [3].

Der maximale Temperaturunterschied, den ein Peltier-Element im Luftentfeuchter herstellen kann, ist geringer als in der Kältemaschine eines Kompressionstrockners, weshalb die Trocknungsleistung geringer ausfällt. Ein Peltier-Trockner eignet sich für den Einsatz in kleinen geschlossenen Kammern wie Schränken oder Tresoren, bestenfalls für kleine Räume. Da er ohne Kühlmittel zum Einsatz kommt, welches bei zu niedrigen Betriebstemperaturen vereisen könnte, kann ein Peltier-Trockner im Gegensatz zum Kompressionstrockner aber auch bei geringeren Lufttemperaturen effizient arbeiten.

Luftentfeuchtung mit Adsorptionstrocknern

Adsorptionstrockner unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise grundlegend von Kondensationstrocknern: sie scheiden das Wasser aus der Luft nicht als Flüssigkeit ab, sondern setzen saugfähige Materialien ein, die Feuchtigkeit aus der Umgebung binden. Als adsorbierende Substanzen kommt ein Zeolith- oder Silika-Gel zum Einsatz oder andere Salze, die hygroskopisch wirken, also Wasser anziehen. Diese Materialien werden auch Adsorbens genannt, weil sich Wasser an ihnen anlagern kann [3,5].

Hat sich das adsorbierende Material mit Wasser vollgesogen, kann es keine weitere Flüssigkeit mehr aufnehmen. Um weiterhin Luft trocknen zu können, muss das Adsorbens daher regelmäßig entweder ausgetauscht oder regeneriert werden. Die Regeneration erfolgt üblicherweise durch Erhitzen des Materials, wodurch das gesammelte Wasser verdampft und aufgefangen werden kann. Zurück bleibt dann das getrocknete Substrat, welches wieder zum Einsatz in einem Luftentfeuchter kommen kann.

Da ein regelmäßiges Ersetzen der Adsorber-Materialien bei einem längerfristigen Betrieb mit hohen Kosten verbunden ist und die Gesamt-Energieeffizienz negativ ausfallen lässt, sind die meisten Adsorptionstrockner mit einem Mechanismus zur Regeneration des Adsorbens ausgestattet. Einige Modelle weisen sogar zwei Kammern für adsorbierende Materialien auf, sodass ein Dauerbetrieb sichergestellt werden kann, indem die Lufttrocknung in der zweiten Kammer erfolgen kann, während der Adsorber in der ersten Kammer regeneriert wird.

Für den Anwender liegt ein wesentlicher Unterschied zum Kondensationstrockner in der Temperaturabhängigkeit der Effizienz: Zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit muss ein hoher Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Kühlelement erzeugt werden, weshalb die Effizienz bei niedriger Zimmertemperatur nur sehr gering ist. In Adsorptionstrocknern hingegen steigt die Wasseraufnahmefähigkeit des Adsorbens mit sinkender Temperatur, und sie sind daher in ungeheizten Räumen effizienter im Betrieb.

Granulat-Entfeuchter für kurzfristige Luft-Trocknung

Ein spezieller Adsorptionstrockner ist der Granulat-Entfeuchter, welcher komplett stromlos auskommt und lediglich aus einem Behälter mit geeignetem Adsorbens besteht. Typischerweise kommt hier ein Festkörper-Granulat zum Einsatz, wie beispielsweise das hygroskopische Salz Calciumchlorid. Auf Ventilatoren oder Mechanismen zur Regeneration des Granulats wird hier verzichtet [3].

Der Betrieb ohne Stromkosten und Geräuschemission erweckt den Eindruck, Granulat-Entfeuchter seien sehr günstige Luftentfeuchter. Rechnen Sie mit einem längerfristigen Einsatz zur Trocknung Ihrer Wohnung, müssen Sie aber die Kosten durch den Nachkauf von Granulat mitberücksichtigen. Zudem ist die Trocknungswirkung vergleichsweise gering. Daher können Granulat-Entfeuchter nur als einmalige Maßnahmen zur kurzfristigen Besserung lokaler Feuchtigkeitsprobleme empfohlen werden, wie beispielsweise in Schränken. Aufgrund der schwachen Saugwirkung sind Granulat-Entfeuchter nicht dazu geeignet, die Luftfeuchte in Wohnräumen zu verringern. Falls Sie sich dennoch für ein solches Gerät entscheiden, achten Sie darauf, dass das Granulat vor Kindern und Haustieren geschützt ist, um gesundheitliche Folgen durch Verschlucken vorzubeugen.

Auswahl des richtigen Luftentfeuchters

Die Unterschiede der verschiedenen Entfeuchter-Typen in ihrer Funktionsweise bringen Vor- und Nachteile mit sich, je nach geplantem Einsatz. Eine Entscheidung für das falsche Modell kann zu deutlich erhöhten Kosten im Betrieb führen. Bevor Sie einen Luftentfeuchter kaufen, sollten Sie sich gut überlegen, welche Auswahlkriterien Sie wie stark gewichten.

Luftentfeuchter im Wohnzimmer
Beste Freunde: Luftentfeuchter und neugierige Katze (Foto: Mariia Boiko / bigstockphoto.com)

Luftentfeuchter für Wohnräume

Möchten Sie den Luftbefeuchter in Ihrer Wohnung betreiben, sollten Sie sich für einen Kompressionstrockner oder einen Adsorptionstrockner entscheiden, weil nur diese Bautypen eine genügend hohe Entfeuchtungsleistung aufweisen. Abhängig davon, ob Sie Ihre gesamte Wohnung trocknen müssen oder nur einzelne Räume zu hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen, können Sie Ihre Auswahl weiter einschränken.

Für einen besonders schnellen Trocknungseffekt betreiben Sie den Luftentfeuchter abwechselnd in den betroffenen Räumen. Schließen Sie die Zwischentüren und aktivieren Sie die Luftentfeuchtung, bis sich die Luftfeuchte auf ein Normalmaß verringert hat, bevor Sie das Gerät in das nächste Zimmer stellen. Wenn Sie über eine große Wohnung mit vielen Räumen verfügen, empfiehlt sich auf eine mobile Bauweise des Luftentfeuchters zu achten.

Luftentfeuchtung im Bad

Das Badezimmer ist häufig ein Raum mit zu viel Feuchtigkeit. Da die Temperaturen und Feuchtigkeitswerte im Bad eher hoch liegen, kann ein Kompressionstrockner effizienter arbeiten als ein Adsorptionstrockner und ihm daher vorzuziehen. Nutzen Sie Ihr Badezimmer auch zum Wäschetrocknen, können Sie auch über die Anschaffung eines Kombi-Gerät nachdenken, welches gleichzeitig als Luftentfeuchter und Wäschetrockner arbeiten kann.

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Luftentfeuchter für das Schlafzimmer

Im Schlafzimmer hingegen liegt die Zimmertemperatur üblicherweise etwas niedriger, sodass ein Kompressionstrockner seinen Effizienzvorteil nicht ausspielen kann. Zudem ist für den Betrieb über Nacht ein geringer Lärmpegel entscheidend. Die Kältemaschine in Kompressionstrocknern arbeitet typischerweise lauter als die Ventilatoren eines Luftentfeuchters, sodass fürs Schlafzimmer ein Adsorptionstrockner bevorzugt zum Einsatz kommen sollte. Beachten Sie aber, dass die Abwärme eines Adsorptionstrockners die Luft im Schlafzimmer leicht erwärmen wird. Stellen Sie daher die Heizung eher niedriger ein, um auch über Nacht ein angenehmes Raumklima beizubehalten. Falls Sie zu den besonders geräuschempfindlichen Menschen zählen, empfiehlt sich vielleicht sogar, den Luftentfeuchter im Schlafzimmer nur tagsüber in Betrieb zu nehmen und nachts abgeschaltet zu lassen.

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Keller trocknen mit einem Luftentfeuchter

Haben Sie Ihren Keller zu Wohnräumen ausgebaut und beheizen Sie diese Räume, ist ein Kompressionstrockner am besten geeignet. In ungeheizten Kellern liegt die Lufttemperatur allerdings sehr niedrig, sodass Kompressionstrockner nicht sehr effizient arbeiten können. Für die langfristige Luftentfeuchtung im Keller sind daher Adsorptionstrockner zu empfehlen.

In Neubauten sind die Wände über mehrere Monate hinweg noch feucht und trocknen nur langsam aus. Um den Trocknungsprozess zu unterstützen, können auch Luftentfeuchter eingesetzt werden. Ist der geplante Betrieb aber zeitlich auf eine kurze Zeit begrenzt, und ist ein schneller Trocknungserfolg entscheidender als laufende Kosten, kann mitunter trotzdem ein Kompressionstrockner sinnvoll sein: dieser wirkt bei niedrigen Temperaturen zwar nicht besonders effizient, kann aber bei genügend großer Dimensionierung sehr effektiv arbeiten, also schnell für trockenere Raumluft sorgen.

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Welche Trocknungsleistung sollte ein Luftentfeuchter haben?

Um die Trocknungswirkung verschiedener Luftentfeuchter-Modelle vergleichen zu können, wird meistens angegeben, wie viel Liter Wasser sie in 24 Stunden abscheiden. Diese Zahl müssen Sie vergleichen mit der absoluten Luftfeuchtigkeit, die in Ihrem Wohnraum momentan vorliegt und der Luftfeuchte, die Sie anstreben.

Bei einer Zimmertemperatur von 20 °C und einer relativen Feuchte von 80% beträgt der absolute Wassergehalt beispielsweise 15 g/m³. Ihr Ziel ist die Trocknung des Raumes bis zu einer relativen Feuchte von 40%, was 8 g/m³ entspricht. Bei einer Raumgröße von 20 m² beträgt das Luftvolumen im Zimmer etwa 50 m³, sodass die absolute Wassermenge momentan 750 g beträgt (0,75 Liter) und bei 40% nur noch 400 g (0,4 l). Bei einer Trocknungsleistung von 7 l in 24 h würde es also etwa 72 Minuten dauern, bis die Differenzmenge von 0,35 l abgeschieden ist [3,6]. Aber Vorsicht: eine solche Überschlagsrechnung setzt voraus, dass in der Zwischenzeit kein weiteres Wasser verdunstet und die Luftfeuchtigkeit erhöht. Befinden sich Feuchtequellen im Zimmer kann diese Trocknungszeit erheblich verlängert werden.

Wie groß sind Luftentfeuchter?

Je nach Bautyp und Leistungsstärke können die Abmessungen von Luftentfeuchtern weit auseinanderliegen. Peltier-Elemente erlauben eine kompakte Bauweise und werden in mobilen Luftentfeuchtern eingesetzt, die Sie in Schränke stellen können. Kompressoren und Ventilatoren hingegen nehmen mehr Platz in Anspruch, sodass Kompressionstrockner typischerweise zwischen 20 und 70 cm groß sind und wie Möbelstücke direkt auf dem Boden aufgestellt werden müssen.

Besonders in kleineren Geräten und stromlosen Luftentfeuchtern werden die Abmessungen des Gehäuses durch die Größe des Wasserbehälters bestimmt. Je größer der Auffangbehälter, desto seltener müssen Sie das Kondensat ausschütten; das Gerät ist dann aber größer. Bautrockner sind mit Ablaufschläuchen ausgestattet und kommen prinzipiell ohne Wasserbehälter aus; hier machen Kompressor und Ventilator den Hauptteil der Größe aus.

Wie laut sind Luftentfeuchter?

Die Frage nach der Dimensionierung ist neben einer Frage nach Kosten und Stromverbrauch auch eine Überlegung des Geräuschpegels: größere Geräte arbeiten mit größeren Ventilatoren, die bei gleicher Luftumwälzung mit einer niedrigeren Drehzahl betrieben werden können. Größere Geräte sind daher oft leiser im Betrieb als kleinere Luftentfeuchter gleicher Leistung [3]. Als geräuschlose Alternative zu Kompressionstrocknern können Sie sich aber auch für Granulat-Entfeuchter entscheiden, die ohne Ventilator betrieben werden.

Welche Extra-Funktionen sind bei einem Luftentfeuchter sinnvoll?

Viele Geräte werden mit Zusatz-Features beworben, von denen einige Ihnen viel Stress ersparen können. Aus Sicherheitsgründen sinnvoll ist beispielsweise ein Überlaufschutz, der das Entfeuchten abstellt, sobald der Auffangbehälter voll ist. Dadurch verhindern Sie die Pfützenbildung, falls Sie einmal länger außer Haus sind als geplant.

Aus gesundheitlicher Sicht sind ein Hygrometer und eine Hygrostat-Funktion sehr sinnvoll. Ein Hygrometer erlaubt die Anzeige der aktuellen Luftfeuchte im Raum, sodass Sie direkt auf einem Display am Gerät ablesen können, ob die Luft zu feucht ist oder nicht. Viele Geräte mit Hygrometer bieten auch einen Automatik-Modus an, der die Trocknungsleistung anpasst, um die Luftfeuchtigkeit konstant auf einem eingestellten Wert zu halten. Eine solche Automatik-Betrieb heißt auch Hygrostat.

Falls ein Luftentfeuchter ohne Hygrostat ausgestattet ist, sollte er wenigstens über einen Timer verfügen. Eine Zeitschaltuhr erlaubt Ihnen beispielsweise, das Gerät immer nur tagsüber einzuschalten, sodass Sie nachts Ruhe haben.

Wenn Sie Ihren Entfeuchter durchgängig in sehr feuchten Räumen einsetzen möchten und regelmäßig große Mengen Wasser abgeschieden werden, sollten Sie nach einem Luftentfeuchter mit Ablaufschlauch suchen. Anstatt das Kondensat in einem Behälter zu sammeln, kann es über solch einen Drainageschlauch direkt in den Abfluss geleitet werden, sodass das lästige Entleeren des Wasserbehälters entfällt.

Luftentfeuchter mit starken Ventilatoren, wie sie in Kompressionstrocknern zum Einsatz kommen, verfügen oft über zusätzliche Filter. Neben einfachen Staubfiltern gibt es beispielsweise auch Modelle mit Aktivkohlefilter oder Ionisator, um die Luft nicht bloß zu trocknen, sondern gleichzeitig auch zu säubern. Als Kombigerät kann so etwas praktisch sein, doch besteht die Gefahr, dass ein Multi-Funktions-Gerät am Ende weder ein guter Luftentfeuchter noch ein zufriedenstellender Luftreiniger ist.

Je größer das Gerät, desto schwerer ist es auch. Um einen Bautrockner mit einem Gewicht von etwa 20 kg sicher bewegen zu können, bieten sich Modelle mit Tragegriffen oder Rollen an. Dies ist dann wichtig, wenn Sie den Luftentfeuchter nur saisonal einsetzen oder seinen Standort regelmäßig wechseln.

Betriebskosten eines Luftentfeuchters

Neben den Anschaffungskosten für ein Gerät sollten Sie in Ihre Planungen auch die laufenden Ausgaben für den Stromverbrauch berücksichtigen. Je effizienter ein Luftentfeuchter arbeiten kann, desto weniger Strom verbraucht er. Wird er ineffizient betrieben, verursacht der Mehrverbrauch an Strom nicht nur höhere Kosten, sondern heizt auch das Zimmer. Generell gilt daher der Ratschlag: setzen Sie in kalten Zimmern Adsorptionstrockner ein und in warmen Räumen Kompressionstrockner. So können Sie eine hohe Effizienz garantieren und die Betriebskosten niedrig halten.

Allerdings müssen Sie beachten, dass ein Luftentfeuchter nicht zwangsläufig ununterbrochen arbeitet, sondern sich abschaltet, sobald die angestrebte Luftfeuchte erreicht wird. Für eine bessere Vergleichbarkeit sollten Sie daher den Stromverbrauch nicht auf die Betriebsdauer beziehen, sondern auf die Menge an abgeschiedenem Wasser.

Luftentfeuchter Flüssigkeit entfernen
Ein Luftentfeuchter mit Auffangbehälter. Dieses muss regelmäßig entleert werden. (Foto: icarmen13 / bigstockphoto.com)

Eine vollständige Rechnung schließt außerdem das Aufheizen der Zimmertemperatur mit ein. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie als Alternative auch die Kosten einer besseren Lüftungsanlage prüfen wollen. Im Winter beispielsweise könnten Sie durch regelmäßiges Lüften zwar die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung senken, doch nehmen Sie dabei höhere Heizkosten in Kauf. Beim Betrieb eines Luftentfeuchters entfallen die Heizkosten, doch haben Sie dafür einen höheren Stromverbrauch.

Wie reinigt man einen Luftentfeuchter?

Weil während des Betriebs große Mengen an Luft den Entfeuchter durchströmen, lagert sich im Innern Staub ab. Um zu verhindern, dass sich Keime vermehren, die dann in die Zimmerluft ausgestoßen werden, muss ein Luftentfeuchter regelmäßig gesäubert werden. Eine solche Reinigungsaktion muss nur wenige Male im Jahr durchgeführt werden; je nach dem, wie häufig Sie das Gerät tatsächlich nutzen.

Vor der eigentlichen Arbeit müssen Sie sicherstellen, dass der Entfeuchter vom Strom getrennt ist und abgekühlt ist. Beginnen Sie dann außen mit dem Abwischen von Staub und arbeiten Sie sich nach innen vor. Am besten verwenden Sie ein feuchtes Tuch, das den Dreck nicht bloß aufwirbelt, sondern aufnimmt und entfernt. Ritzen und Löcher können Sie mit einer alten Zahnbürste gründlich reinigen. Den Auffangbehälter für Kondensat können Sie mit Essigwasser putzen, um auch Keime abzutöten. Wenn Sie den Lüfter freigelegt haben, sollten Sie diesen vorsichtig mit einem Staubsauger reinigen, indem Sie den lockeren Staub absaugen. Vor dem Zusammenbau müssen Sie alle Einzelteile gut trocknen, um zu verhindern, dass sich Bakterien oder Algen ansiedeln.

Wie teuer ist ein Luftentfeuchter?

Der Preis eines Luftentfeuchters hängt stark vom Typ und der Trocknungsleistung ab. Granulat-Entfeuchter haben mit Abstand die einfachste Bauweise und können zwischen 5 und 50 Euro kosten. Auch Peltier-Entfeuchter sind aufgrund ihrer geringen Größe bereits für wenig Geld zu finden. Für Kompressionstrockner müssen Sie in der Regel jedoch mehr als 100 Euro bezahlen; leistungsstarke Bautrockner bewegen sich eher zwischen 300 und 400 Euro.

Kleinere Granulat- und Peltier-Entfeuchter werden zum Teil in Haushaltswaren¬geschäften angeboten; größere Kompressionstrockner finden Sie in Baumärkten. Sie können alle Geräte aber auch einfach online bestellen und direkt zu Ihnen nach Hause liefern lassen, um den Transport nicht selbst durchführen zu müssen.

Als Alternative zum Kauf eines leistungsstarken Geräts können Sie heutzutage auch Bautrockner mieten. Ein solcher Service wird von einigen Baumärkten oder Einzelunternehmen in der Baubranche angeboten. Das Anmieten eines Luftentfeuchters ist besonders sinnvoll, wenn Sie im Rahmen eines Neubaus oder von Renovierungen mit Beton arbeiten mussten oder neuen Estrich verlegt haben. Zur vollständigen Aushärtung müssen die Materialien langsam trocknen und benötigen dafür eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Der Trocknungsprozess ist nach einigen Wochen bis Monaten aber irgendwann abgeschlossen, sodass Sie danach keinen Luftentfeuchter mehr brauchen. Das Mieten ist in so einem Fall kostengünstiger als der Kauf eines neuen Geräts.

Richtig Lüften: Manchmal die günstigere Alternativen zum Luftentfeuchter

Bevor Sie in einen Luftentfeuchter investieren, sollten Sie Ihr Lüftungsverhalten überprüfen: oft lässt sich bereits durch richtiges Lüften die Feuchtigkeit in Ihrer Wohnung ausreichend reduzieren. Kurzes Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern bei niedrigen Außentemperaturen ist am effektivsten, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.

Gleichzeitig lässt sich durch Erhöhen der Raumtemperatur auch die relative Luftfeuchte senken – vorausgesetzt, Sie haben typische Feuchtequellen wie Zimmerspringbrunnen, Pflanzen und feuchte Wäsche bereits aus Ihrer Wohnung verbannt.

Eine weitere Alternative zum Kauf eines Luftentfeuchters stellt das Aufstellen von Schalen mit Salz oder Katzenstreu dar: diese Hausmittel funktionieren genauso wie Granulat-Entfeuchter*, sind jedoch kostengünstiger. Der Trocknungseffekt wird jedoch ähnlich gering sein, sodass diese Lösung nur lokal für sehr kleine Räume angewendet werden sollte.

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